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Bankangestellter vereitelt Enkeltrick

Kirchheim/Nürtingen. Recht penetrant ist ein mutmaßlicher Betrüger vorgegangen, als er am Dienstag eine 90-jährige Frau in Kirchheim um ihr Erspartes bringen wollte. Der Unbekannte meldete sich zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr mehrfach bei der Dame, nachdem er sich beim ersten Anruf als ihr Enkel ausgegeben hatte. Dabei ging er sehr geheimnisvoll vor.

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Niemand solle von dem Anruf und schon gar nicht von dem Inhalt des Gesprächs erfahren. Dann bat er um 30 000 Euro, die er sofort für einen Hauskauf benötige. Das Geld würde sie spätestens in zwei Tagen wieder bekommen. Die 90-Jährige gab dem Anrufer zu verstehen, dass sie nicht über so viel Geld verfüge. Auch die Frage nach Schmuck oder anderen Wertsachen verneinte sie. Mit weiteren Anrufen wurde die betagte Dame unter Druck gesetzt: Sie könne ja bei der Bank anrufen und nachfragen, ob sie die Summe als Darlehen bekommen würde. Er würde dann vorbeikommen und das Geld abholen.

Diesem Vorschlag folgte die Seniorin. Der aufmerksame Bankbedienstete durchschaute die betrügerischen Machenschaften und setzte unmittelbar den Sohn der Frau von seinem Verdacht in Kenntnis.

Ebenfalls am Dienstagvormittag, um 11.00 Uhr, erhielt eine 66-jährige Frau in Nürtingen einen Anruf von einer weiblichen Person, die sich als Nichte ihres Ehemannes ausgab. Als die Angerufene ihre angebliche Nichte zum Mittagessen einladen wollte und diese in ein Gespräch verwickelte, bemerkte sie an deren merkwürdigem Verhalten recht schnell, dass am anderen Ende der Strippe nicht die Verwandte war. Nachdem die Anruferin nun noch Geld wollte, beendete sie das Gespräch mit der Bemerkung, dass sie eine Betrügerin sei. Die Anruferin sprach gut deutsch mit osteuropäischem Akzent. Auf dem Display hatte es eine Nummer mit der Ländervorwahl Polen angezeigt.lp