Kirchheim

Caruso der Berge am Fuße der Teck

Rudy Giovannini in der Jesinger Gemeindehalle

Der Sänger Rudy Giovannini war bereits zum achten Mal auf Einladung seines Fanclubs Neckar-Alb in der Jesinger Gemeindehalle. Dort begeisterte er seine Anhänger.

Kirchheim. Der „Caruso der Berge“ legte mit einem schwungvollen „Bella Italia“ los. Schon mit den ersten Tönen riss er alle mit. Für den weiteren Nachmittag hat er einen kunterbunten Melodienstrauß zusammengeschnürt. Zunächst präsentierte Rudy Giovannini vor allem „Lieder zum Träumen“, aber auch einige besonders schöne ältere Titel, wie zum Beispiel „La Montanara“.

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Rudy Giovannini begann seine Karriere als klassischer Tenor, und so unternimmt er auf seinen Alben auch immer wieder einen Ausflug in die Welt der Oper. Dieses Mal hat er sich eine Melodie aus „Norma“ von Vincenzo Bellini ausgesucht. Dass er trotz des Wechsels zum Schlager nichts von seiner Ausbildung verlernt hat, bewies er eindrucksvoll mit a cappella gesungenen „Dunkelroten Rosen“. Gelegentlich verließ Rudy Giovannini auch die Bühne und wanderte während des Singens durch die Halle, sodass auch kurzentschlossene Besucher keine schlechten Plätze hatten. Zwischen den Liedern unterhielt er das Publikum mit amüsanten Geschichten, gab sich hin und wieder aber auch nachdenklich. Sogar für die Dekoration der Bühne fand er lobende Worte.

In der Pause gesellte sich der publikumsnahe Sänger zu seinen Freunden, wie er seine Fans nennt. Wer sich nicht gerade einen Kuchen holte, konnte sich am Fan-Stand selbst überzeugen, dass die Bezeichnung „Freund“ für Rudy Giovannini nicht nur eine schöne Phrase, sondern ehrlich gemeint ist. Obwohl der Umgang mit Fans nicht immer einfach ist, plauderte er ein wenig mit ihnen und erfüllte geduldig Wünsche nach Autogrammen und Fotos.

Schon fast am Ende des Nachmittags ließ er noch musikalisch „Die Rosen erblühen“, ein Lied, das seiner Lebensgefährtin gewidmet ist. Passend dazu strömten aus allen Richtungen Fans, um „ihrem“ Rudy eine Rose zu überreichen. Zu ein paar Zugaben musste man ihn nicht lange überreden, bevor mit „Il silenzio“ dann endgültig Stille in die Halle eintrat.pm