Lokale Kultur

Das grafische Werk

KIRCHHEIM Am Sonntag, 27. November, wurde die Ausstellung "Ernst Hassebrauk Bildnisse aus fünf Jahrzehnten" im 1. Obergeschoss der Städtischen Galerie im Kornhaus eröffnet.

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Über den vor einhundert Jahren in Dresden und im Jahre 1974 dort verstorbenen Maler, Zeichner und Radierer Ernst Hassebrauk schrieb der Barlach-Forscher Elmar Jansen: "Die Qualität seiner Zeichnungen steht eigenwertig neben den Bildnissen von Hegenbarth, Hans Theo Richter und Otto Dix". Werner Schmidt, einst Direktor des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, steigert den Ton noch einmal: "Die Malerei hat nach 1945, nach den großen Leistungen von Picasso, Beckmann, Dix oder Kokoschka, nur wenige Portraits auf der Höhe von Hassebrauks eindringlicher Charakterisierungskunst aufzuweisen". Die Kirchheimer Ausstellung, die sich in ihrer Systematik auf grafische Werke der Zwanziger- bis Siebzigerjahre konzentriert, bildet den Abschluss des mit insgesamt fünfzehn Ausstellungen in renommierten Häusern deutschlandweit begangenen Festjahrs zum einhundertsten Geburtstags des Künstlers. Die Ausstellung wird eröffnet durch Gabriele Huttenlocher vom Amt für Bildung, Kultur und Sport, sowie durch Kurator Florian Stegmaier. Zur Einführung sprach Dieter Hoffmann, Biograf des Künstlers und ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz. Mit "Musik aus fünf Jahrzehnten" sorgten Cecilia Tempesta, Bernhard Moosbauer und Jens Wollenschläger für die musikalische Umrahmung.

pm