Lokale Wirtschaft

Der Erfolg stellte sich ein dank Engagement und konstruktiver Kritik

"Im verflixten siebten Jahr bricht die Erfolgsgeschichte des Bundes der Selbstständigen (BDS) nicht ab", blickte der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich MdB bei der Mitgliederversammlung auf die Geschichte des BDS zurück.

DANIELA HAUSSMANN

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KIRCHHEIM "Anders als in der Ehe, in der es in diesem kritischen Jahr kriselt, schickt sich der BDS an, die gute Kooperation mit Politik und Stadtverwaltung weiter zu intensivieren", so Hennrich. Mehr als 120 Mitglieder, geladene Gäste und Vertreter der Politik warfen in den Räumen der Waldorfschule einen Blick auf das zurückliegende Jahr, aber auch auf das, was die bevorstehenden Monate für den Verband bereithalten werden. Beispielhaft für das vielfältige Engagement des BDS sind für Michael Hennrich die High-Teck-Messe, die Aktionstage "Kirchheim teckt anders", vor allem aber, dass die Vereinigung sich vor konstruktiver Kritik nicht scheue und Vorschläge zur Verbesserung unterbreite.

Die Stärken-Schwächen-Analysen eröffneten nicht nur ein differenziertes Spektrum über die Erfordernisse am Standort Kirchheim, nach Ansicht des CDU-Mannes sind sie der Motor für weitere wertvolle Entwicklungen. Schließlich wird hier die Bevölkerung nachhaltig eingebunden. Auch für Kirchheims Bürgermeister Günter Riemer ist das Verhältnis zwischen BDS und Stadt ein besonderes. Unter dem Motto "Kommunikation und Netzwerke" verweist der Bürgermeister auf die vielfältigen Dialoge am Runden Tisch im Bereich Handwerk, Architektur und Energie.

Wirtschaftsförderung wird laut Günter Riemer in Kirchheim groß geschrieben. "Wir vergeben Aufträge an Freiberufler, Dienstleister wie Handwerker", erklärt er auf der Mitgliederversammlung. "In der Person von Piroska Csösz, der künftigen Wirtschaftsförderin der Stadt, sollen das ansässige Gewerbe weiter unterstützt, bestehende Netzwerke ausgebaut sowie sich abzeichnende unternehmerische Entwicklungsengpässe frühzeitig erkannt und entgegengesteuert werden." Bürgermeister Riemer sieht darin eine erhöhte Identifikation von Entwicklungschancen des Standorts begründet, aber auch die nachhaltigere Förderung von Kompetenzen.

Auch der BDS-Vorsitzender Wolf-Rainer Bosch freut sich auf die Zusammenarbeit mit Piroska Csösz, die im Juli als Wirtschaftsförderin nach Kirchheim kommt. Von dem Potenzial und den Möglichkeiten, die das Amt von Piroska Csösz als Schnittstelle zwischen Stadt und Wirtschaft für die Bürger bereithält, ist der Vorsitzende mehr als überzeugt. Beflügelt von der guten Kooperation zwischen Stadt und dem Kirchheimer BDS sind nach der Überzeugung von Wolf-Rainer Bosch zwei weitere Projekte auf einem guten Weg. "Der von uns initiierte Wirtschaftspreis für Kirchheimer Schulen ist erweitert durch unser Projekt der Schulpatenschaften."

Bei den eingereichten Arbeiten reichen die Themen von Globalisierung über Gastarbeiter-Historie bis zur städtischen Ansiedlungspolitik. Ein weiterer Punkt, der das Engagement zur Förderung von Bildung und Ausbildung neben der Schulpatenschaft nachhaltig ausbaut. "Schließlich bringt eine Investition in Bildung immer die besten Zinsen", machte er die Zielrichtung mit einem Zitat Benjamin Franklins deutlich.

In seinem Rechenschaftsbericht machte Wolf-Rainer Bosch deutlich, dass sich die beschlossene Verkleinerung des Vorstandes bei gleichzeitiger Erweiterung des Kerngruppen-ausschusses bestens bewährt habe. Ohne die effektive Unterstützung des Ausschusses und der daraus entstandenen Projektgruppen wäre die Umsetzung der großen Anzahl von Vorhaben, Wolf-Rainer Bosch zufolge, nicht möglich gewesen.

Bei den sich anschließenden Wahlen wurden Wolf-Rainer Bosch als Vorsitzender, Ewald Metzger als Vizevorsitzender und Kassier Karl-Eugen Frank einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Marion Thiede und Frank Keller, die die Veranstaltungen des BDS in Kirchheim organisierten und gestalteten, wurden von den Mitgliedern in der Waldorfschule verabschiedet. Für ihre "hervorragende und engagierte Mitarbeit, sowie bei allen Mitstreitern", bedankte sich Bosch im Namen des BDS.