Lokale Wirtschaft

Der "Neue" ist im Haus nicht fremd

Das GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart mit Sitz in Plochingen und Standorten in Göppingen, Nürtingen und Ruit hat einen neuen Geschäftsführer: Seit Oktober ist Dr. Werner Jürgen Waiblinger an Bord. Er übernimmt die Amtsgeschäfte von Dr. Werner Eitel, der sich nach fast acht Jahren bei der GARP in den "aktiven Ruhestand" verabschiedet.

PLOCHINGEN Rolf Hermle, Vorsitzender des GARP-Vorstandes, würdigte Dr. Eitel im Rahmen einer Verabschiedungsfeier als erfolgreichen Geschäftsmann, der mit viel Umsicht und Einsatz den Wandel der GARP hin zu einem freien Wirtschaftsunternehmen bewältigt hat. Eitel nannte als Meilensteine seines Wirkens die Ausrichtung der Firma auf heutige Bedarfe in der Aus- und Weiterbildung, die Gründung der GARP Business-Akademie mit Focus auf firmenspezifische Qualifizierungsmaßnahmen, grundlegende Modernisierung des Maschinenparks, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in den Häusern Plochingen und Ruit sowie die Umstellung von kameralistischer auf Industriebuchführung schon vor etlichen Jahren. Damit sei die GARP bestens gerüstet für die Zukunft und könne ihren über 135 Mitgliedsbetrieben und weiteren Firmen- und Privatkunden stets die passende Bildungsmaßnahme anbieten.

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Im Wesentlichen fördert die GARP mit vier Bildungsschwerpunkten das zur Firmenphilosophie erhobene "lebenslange Lernen": Zum Einen ist die GARP als private Berufsfachschule anerkannt und betreut mit Fachlehrern, Ausbildern und Sozialpädagogen junge Menschen, die nicht auf Anhieb einen Ausbildungsplatz erringen konnten. Zum Zweiten bildet die GARP seit 35 Jahren junge Menschen in Metall- und Elektroberufen, seit einigen Jahren auch in kaufmännischen Berufen mit einer Lehrzeit von zwei bis dreieinhalb Jahren aus. Auch Studenten der Berufsakademie Stuttgart nutzen die überbetriebliche Einrichtung im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung. Drittens agiert das Haus seit Jahren erfolgreich in der Weiterbildung und bietet zertifizierte Lehrgänge an. Zum Vierten schließlich gründete die GARP vor wenigen Monaten die Business-Akademie und vermittelt Ressourcen hochqualifizierte Dozenten, geeignete Räumlichkeiten, technische Ausstattung samt Abwicklung und bei Bedarf mit Catering zwischen den Lernenden und Lehrenden. Hierzu gehört auch die junge Disziplin E-Learning sowie die After-sales-Betreuung der Lehrgangsteilnehmer.

Mit 55 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 350 Dozenten verfügt man über ein beträchtliches Leistungspotenzial und setzt dieses auch effizient um. Die GARP ist ausschließlich selbst für ihre Umsätze und Kosten verantwortlich. Als Aufsichtsgremiumverfügt die GARP über einen ehrenamtlichen Vorstand, dessen Vorsitzender, Rolf Hermle, geschäftsführender Gesellschafter der Balluf GmbH, anlässlich der Verabschiedung von Werner Eitel auch die Verantwortung des Geschäftsführers für Strategie, Struktur und Geschäftsbetrieb hervorhob und Dr. Eitel für dessen herausragende Leistungen Anerkennung zollte. Gleichzeitig hieß Hermle den neuen Geschäftsführer Dr. Werner J. Waiblinger in seinem Amt willkommen, wünschte ihm im Namen des gesamten Vorstandes alles Gute bei der kontinuierlichen Fortführung des Bildungsauftrages.

Der 49-jährige Diplom-Ingenieur startete 1980 als Entwicklungsingenieur und spezialisierte sich zunächst auf Schweißtechnik, Festigkeitsberechnung, Strömungstechnik und Ventileinsatz im Nuklearbereich. Später war er verantwortlich für Computerprogrammierung technischer Problemstellungen sowie für die Einführung und Projektleitung CAD/ CAM. Von 1991 bis 2000 leitete Waiblinger in zwei Häusern den Organisations-/IT-Bereich. Im Jahr 2000 übernahm er unternehmerische Verantwortung bei einem renommierten Mittelständler der Region und hatte Vertrieb und Werk zu restrukturieren und zu sanieren. Nun will er sich nach dem erfolgreich abgeschlossenen Vorhaben der "so schönen Bildungsaufgabe mit Menschen für Menschen" widmen.

So ganz fremd ist dem Neuen die neue Aufgabe jedoch nicht: Er betreute Diplomanden, hielt Vorlesungen an der Berufsakademie in Stuttgart und hat durch seine berufsbegleitenden Promotion auch Kontakt zur Universität Stuttgart. Nicht zuletzt ist ihm die Jugend in Form erwachsener Kinder in der eigenen Familie sowie in ehrenamtlichen Aufgaben ein großes Anliegen.

pm