Lokale Kultur

"Der Ring der Zeit"

LORCH Eine spannende Kombination aus Alt und Neu verspricht die Ausstellung "Der Ring der Zeit" im stimmungsvollen Kloster Lorch. Präsentiert werden in der bis Sonntag, 24. September, dienstags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffneten Ausstellung Kunstwerke von Diane Herzogin von Württemberg.

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Für viele ist die Kombination verblüffend: Touristen und Ausflügler, die zurzeit das ehrwürdige Stauferkloster in Lorch besuchen, treffen dort, im Klosterhof und in den historischen Gebäuden, auf die ausdrucksvollen Figuren der Herzogin von Württemberg. Etwa auf die weit über zwei Meter große Bronzeskulptur "Umarmung". So zeitgenössisch das Kunstwerk ist, fügt sich doch diese "Skulptur der Zärtlichkeit, die Schutz gewähren soll" wie dieKünstlerin formuliert harmonisch in die Klosteranlage ein.

Weithin sichtbar steht sie derzeit in der parkartigen Umgebung des geschichtsträchtigen Klosters, zusammen mit zahlreichen anderen Arbeiten von Herzogin Diane. Die Künstlerin wäre, wenn das Bundesland noch eine Monarchie wäre, tatsächlich die Königin von Württemberg. Dass die Ausstellung in Kloster Lorch stattfindet, hat seinen besonderen Reiz. Zum einen, weil sich hier in der Klosterkirche die Grablege eines anderen Herrschergeschlechts befindet: die der berühmten Staufer. Zum anderen aber, weil man sich kaum einen schöneren Platz vorstellen kann. Die alterwürdigen Klostermauern gewährten Jahrhunderte lang den Benediktinermönchen Schutz.

Das künstlerische Werk der Herzogin umfasst viele Bereiche: Malerei, Kunsthandwerk und Bildhauerei. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht der Mensch im Kreislauf der Natur und in seiner Beziehung zu Gott.

Die geschichtsträchtige, romanische Lorcher Klosterkirche Grablege der Staufer mit Kreuzgang, Refektorium und Klostergarten bietet einen würdigen Rahmen, um die Kunst der Herzogin zu präsentieren. Das gesamte Klostergelände ist dabei in die Ausstellung miteinbezogen. Im Klostergarten finden sich die großen Skulpturen, auf kleinere Arbeiten trifft man in der Kirche. Im Kreuzgarten und im Refektorium sind Gemälde, Porzellanmalereien, Glastische und Vitrinen mit Keramiken und Tischdekorationen zu sehen.

Die Künstlerin, mit korrektem Namen Diane Francoise Maria da Gloria Herzogin von Württemberg, ist eine geborene Prinzessin von Frankreich und seit ihrer Kindheit künstlerisch tätig. Seit 1960 ist sie mit Carl von Herzog von Württemberg verheiratet, der gerade seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Seit den Achtzigerjahren befasst sie sich mit Metall, insbesondere mit Bronze. Ihre Kunst entsteht spontan, ihre Motive entwachsen dem Unterbewussten und werden deshalb oft in die Nähe des Surrealismus gerückt. Die Werke der Herzogin von Württemberg sind in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt worden.

pm