Lokale Kultur

Der "Traumzauberbaum" bringt die ganze Schule zum Singen

KIRCHHEIM Die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Jesingen feierte am Wochenende

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RENATE SCHATTEL

das 75-jährige Bestehen ihres Altbaus, der dermaleinst nicht nur Klassenzimmer beherbergte, sondern auch Brause- und Wannenbäder. Höhepunkt der festlichen Tage war das Singspiel "Der Traumzauberbaum", das die Schüler unter der musikalischen Leitung und Regie von Katrin Rau auf die Bühne der Gemeindehalle Jesingen brachten.

Klassenweise und im Chor sangen, tanzten und gestalteten sie Geschichtenlieder, die in den Blättern des Traumzauberbaumes steckten, sodass schlussendlich fast die ganze Schule zum Singen gebracht wurde. Selbstbewusst und deutlich erzählte Nadine Schnitzler, was es mit dem Traumzauberbaum auf sich hat.

Für jede Klasse ein LiedVerspielt und witzig tummelten sich der Traumzauberbaum (Miriam Diez/Julia Benz), die "Moosmutzels" Laura Bauer und Hanna Glasebach sowie die "Waldwuffels" Celina Hoyler und Tamara Fahn im Wald, der durch ein naturgetreues Bühnenbild dargestellt war, gemalt von Hans Staudinger. Jede Klasse von 1 bis 6 hatte mit ihren Lehrern eigens ein Geschichtenlied einstudiert.

Die Einser entzückten mit einem Guten-Morgen-Lied vorgetragen in Nachthemden, das Kuscheltier unter dem Arm , die Fünfer brachten appetitliche Torten mit zum Frühstück und die Sechstklässler gingen als Katze und Kater auf Pirsch.

Die zweiten Klassen erschienen als duftende Blumen und als wattige Wölkchen. Die Dritten sehnten sich nach Regen und verwandelten die Bühne der Gemeindehalle in ein sprudelndes Bächlein mit hüpfenden Fischen. Die Vierer fegten Schnee weg und kitzelten als Gänseblümchen den Riesen an seiner Nase.

Aber nicht nur die einzelnen Klassen wirkten am Singspiel mit. Der Chor der Grund- und Hauptschule, geleitet von Katrin Rau, tanzte und sang klar und kräftig, mit deutlicher Aussprache, überzeugend Titel wie "Der Traumzauberbaum" oder "Frosch Rock-'n'-Roll" und stützte so die ganze Inszenierung. Die aparten Kostüme hatten Hans Staudinger, Margret Bartl und viele fleißige Helfer angefertigt.

Übrigens hat der Traumzauberbaum bereits neue Blätter wachsen lassen, die die Geschichte der Schule weitererzählen. Ein grünes Hoffnungsblatt mag hier noch zum Klingen gebracht werden. Es erzählt, dass die "singende" Schule in Jesingen nach dem einzigartigen Erfolg nicht aufhört zu musizieren, sondern fröhlich klassenweise und im Chor weiterhin die Stimme erhebt und trainiert. Mit der begabten jungen Lehrerin Katrin Rau mag sich dieser Traum für die Schule erfüllen.