Kirchheim

„Der Verein ist eine Katastrophe“

Kirchheim. Markus Weinzierl wurde am Mittwoch als neuer Trainer des VfB Stuttgart vorgestellt. Er ist bereits der 15. Chefcoach in den vergangenen zehn Jahren. Nach dem verpatzten Saisonstart soll der 43-Jährige den Klub nun in bessere Zeiten führen. „Ich werde mich für den VfB zerreißen“, sagte Weinzierl bei seiner Präsentation und schürte damit große Hoffnungen bei den Fans. Wir haben uns in der Kirchheimer Innenstadt umgehört, wie der Trainerwechsel aufgefasst wurde. Max Pradler/Fotos: Markus Brändli

Marius Ruppert ist optimistisch, dass Markus Weinzierl den VfB wieder in die Spur bringt: „Ich habe das beste Gefühl seit Langem. Hoffentlich lässt er vermehrt offensiven Fußball spielen. Außerdem finde ich ihn vom Auftreten her sehr sympathisch.“
Gigi Squillante wünscht sich mehr Kontinuität im Verein: „Das Präsidium ist das Problem. Das Personal wird ständig gewechselt. Man sollte den Trainern Zeit geben. Weinzierl ist mir zwar ein Rätsel, aber er kann es nur besser machen als seine Vorgänger.“
Hansi Kleitsch gewann 2005 als Trainer der U19 des VfB die deutsche Meisterschaft: „Ich kenne Weinzierl noch aus seiner Zeit in Augsburg. Was ich dort von ihm gesehen habe, war gut. Aber er muss aufpassen, das Umfeld beim VfB ist gefährlich.“
Franz Gere findet den Werdegang des Klubs bedauerlich: „Die Vereinsführung hat überhaupt kein Fingerspitzengefühl. Der Trainerverschleiß ist viel zu hoch. Ich vermute, dass der neue Trainer nichts bewirkt, denn der Kader ist einfach viel zu schwach.“
Rainer Herzog ist skeptisch, was die sportliche Situation des VfB betrifft: „Der Verein ist eine Katastrophe.Es gibt viel zu viele Unruhen, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. Daher denke ich, dass der Aufschwung durch den Trainerwechsel fernbleibt.“
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