Lokale Kultur

"Dettinger Te Deum" und "Laudate Pueri"

KIRCHHEIM "Soli Deo Gloria" ist das erste Konzert des Chores der Martinskirche Kirchheim unter der Leitung von Bezirkskantor Ralf Sach überschrieben, das am Samstag, 5. März, um 19.30 Uhr in der Martinskirche beginnt. Zwei ungewöhnliche "Gotteslobe" werden dabei zur Aufführung gelangen: Das "Dettinger Te Deum" von Georg Friedrich Händel und der Vesperpsalm "Laudate Pueri" des Dresdner Hofkapellmeisters Johann A. Hasse.

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Das "Dettinger Te Deum" wurde von Georg Friedrich Händel anlässlich des Friedensschlusses von 1741 in Dettingen am Main komponiert, wobei sich Händel anscheinend weigerte, die Selbstherrlichkeit seines Dienstherren Kurfürst Georg II. von Hannover musikalisch zu unterstützen, und ganze Teile der "Da Pacem"-Messe des italienischen Komponisten F. A. Urio in sein Werk einarbeitete.

Johann A. Hasses 1737 für die Dresdner Hofkirche komponiertes "Laudate Pueri" wurde erst 2002 veröffentlicht. Die fragile Musik dieses Werks scheint mit dem Text "Die Knaben sollen dich loben" Hand in Hand zu gehen und bietet so etwas wie eine Antwort auf Händels Konflikt mit seinem Dienstherrn: Nicht die Mächtigen, sondern die Schwachen hat Gott zu seinem Lob erwählt.

Das Konzert findet in der Martinskirche statt und beginnt um 19.30 Uhr. Die Ausführenden sind Isabelle Müller-Cant (Sopran), Julia Heigl (Alt), Robert Morvai (Tenor), Matthias Baur (Bass), der Chor der Martinskirche und das Schwäbische Kammerorchester unter der Leitung von Ralf Sach. Karten gibt es an der Abendkasse sowie im Vorverkauf in der Evangelischen Kirchenpflege, Widerholtplatz 4, sowie am Samstag, 4. März, während der Generalprobe von 11.30 Uhr bis 15 Uhr in der Martinskirche.

pm