Lokale Kultur

Deutscher Medailleurpreis verliehen

ESSLINGEN Einen Erfolg können die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen und ihr Medailleur Victor Huster feiern: Die von dem Baden-Badener geschaffene 14. Kunstmedaille aus der Edition der Kreissparkasse landete beim Deutschen Medailleurpreis "Johann Veit Döll" auf Anhieb unter den besten zehn zeitgenössischen Medaillen.

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Zu diesem neuen nationalen Kunstpreis, der von der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und der thüringischen Stadt Suhl gemeinsam verliehen wird, waren insgesamt 80 Prägemedaillen aus den vergangenen fünf Jahren ausgewählt worden. Der Deutsche Medailleurpreis ist dem 1835 in Suhl gestorbenen Johann Veit Döll gewidmet, der sich als Hofgraveur und Hofmedailleur mit seinen Gravuren, Medaillen und Steinschneidearbeiten einen Namen machte. Die Auszeichnung wird künftig alle zwei Jahre vergeben.

Victor Huster gelang gleich mit zwei seiner Arbeiten der Sprung in die "Top Ten". Die im Jahr 2004 entstandene 14. Esslinger Kunstmedaille aus Feinsilber befasst sich mit der Metallwarenfabrik Carl Deffner, die im 19. Jahrhundert zu den bedeutendsten Fabrikbetrieben Esslingens zählte, und ist in Form eines Deffnerschen Tellers geprägt. Victor Huster hatte der Jury außerdem ein Objekt mit dem Titel "Einstein-Formel" aus dem Jahr 2005 zur Bewertung vorgelegt. "Wir freuen uns sehr mit unserem Medailleur, der die Reihe der Esslinger Kunstmedaillen von Anfang an mit großem Engagement, Ideenreichtum und künstlerischer Perfektion begleitet hat", betonte Jörg Tropschuh, Leiter der Abteilung Münzen/Edelmetalle der Kreissparkasse. "Die Auszeichnung ist nicht nur eine Bestätigung unserer bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit, sondern stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass unsere Edition allerhöchstes Niveau besitzt". Wie er ankündigte, wird die Deffner-Medaille 2007 im Rahmen einer Ausstellung der weltbesten Medaillen in Colorado Springs (USA) präsentiert.

In der Reihe der Esslinger Kunstmedaillen ist mittlerweile die 19. Prägung vorgestellt worden. Die wiederum von Victor Huster entworfene Kunstmedaille aus Feinsilber erinnert an die Reformationsbewegungen in der ehemaligen freien Reichsstadt Esslingen. Von der 85 Gramm schweren Medaille sind insgesamt 300 Stück geprägt worden. Die Vorderseite zeigt die Konterfeis der Reformatoren Martin Luther und Ambrosius Blarer sowie von Kaiser Karl V.

Bei der Präsentation der neuesten Kunstmedaille sprach Dr. Tilman Schröder, Dozent für Kirchengeschichte an der Universität Hohenheim, über das Thema "Zwischen Luther und Kaiser Esslingens langer Weg zur Reformation".

pm