Lokale Kultur

"dicht, gemischt, vielfältig"

KIRCHHEIM "Tübinger Antworten auf urbane Fragestellungen" stellt eine Ausstellung vor, die unter dem Motto "dicht, gemischt, vielfältig" am Sonntag, 30. September, um 11 Uhr in der Städtischen Galerie im Kornhaus in der Max-Eyth-Straße 19 in Kirchheim eröffnet wird. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 11. November, zu sehen. Die Städtische Galerie im Kornhaus ist dienstags von 14 bis 17 Uhr, mittwochs bis freitags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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In seiner losen Reihe von Ausstellungen zu architektonischen Themen zeigt die Städtische Galerie im Erdgeschoss des Kirchheimer Kornhauses in dieser Ausstellung Materialien, Modelle und Pläne, die eine einzigartige Wandlung der Stadtstruktur in der Tübinger Südstadt dokumentieren.

Die früheren französischen Kasernen wurden zu einer "Projektzone", in der sich Stadtplanung auf ganz neue Art entfalten konnte. Hierzu schreibt Cord Soehlke, der Leiter des Stadtsanierungsamts in Tübingen: "Das wesentliche Merkmal städischer Strukturen ist Vielfalt: Vielfalt an Nutzungen, Vielfalt an Wohnformen, Vielfalt an Gebäudetypen und Vielfalt an sozialen Gruppen. In der Südstadt Tübingens entsteht ein Stadtteil, der Kontakte und soziale Netze ermöglicht, ein breites Spektrum an Räumen anbietet und für unterschiedliche Generationen, soziale oder kulturelle Gruppen attraktiv ist.

Die Südstadt-Entwicklung versteht sich als Angebot für Bewohner, die von einer vereinfachten Alltagsorganisation in einer "Stadt der kurzen Wege" und von der hohen Dichte an sozialen Einrichtungen und Angeboten profitieren. Viele Dienstleister und Betriebe suchen den lebendigen Alltag gemischter Strukturen und ziehen Vorteile aus einer kleinteiligen gewerblichen Infrastruktur. Gebaut wird überwiegend mit privaten Baugemeinschaften, die ihr "Stück Stadt" nach eigenen Vorstellungen planen und realisieren.

In einer dichten und städtischen Struktur kommt dem öffentlichen Raum große Bedeutung zu; daher ist er nicht in erster Linie Verkehrsträger, sondern Aufenthaltsraum. Darüber hinaus sind viele der öffentlichen Freiflächen und Plätze mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung geplant worden.

Die Ausstellung im Kirchheimer Kornhaus soll diese verschiedenen Bestrebungen anschaulich machen und Anstöße geben, andere oder neue Formen von Stadtentwicklungen, als ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen, zu denken und zu hinterfragen.

pm