Lokale Wirtschaft

Ein Dach überm Kopf

Die Stadt Kirchheim muss immer mehr junge Obdachlose unterbringen

Wohnraum ist in Kirchheim bekanntlich ein rares Gut. Ganz eng sieht es aber auch mit Unterbringungsmöglichkeiten für Obdachlose aus. Mit sechs Wohnzellen will die Stadt für etwas Entspannung sorgen.

An der Jesinger Straße stehen bereits Obdachlosenunterkünfte. Dort sollen sechs weitere hinzukommen.Foto: Jean-Luc Jacques
An der Jesinger Straße stehen bereits Obdachlosenunterkünfte. Dort sollen sechs weitere hinzukommen.Foto: Jean-Luc Jacques

Irene Strifler

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Kirchheim. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gut, doch die Zahl der obdachlosen Menschen in Kirchheim steigt. Gemäß dem Polizeirecht ist die Stadt verpflichtet, von Obdachlosigkeit Betroffene mit Wohnraum zu versorgen.

Im Technischen Ausschuss des Gemeinderates zeigte sich Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker besonders besorgt über die wachsende Anzahl junger Leute, die untergebracht werden müssen. Derzeit gibt es in Kirchheim 43 Einzelzimmer in verschiedenen Gebäuden für Obdachlose.

Jetzt hat der Ausschuss zugestimmt, weitere sechs Wohnzellen in Fertigbauweise zu errichten. Sie werden direkt bei der vergleichbaren Ansiedlung von Wohnzellen an der Jesinger Straße aufgestellt. „Der Grundriss hat sich bewährt“, erklärte Hochbauamtsleiter Wolfgang Zimmer. Die Kabinen verfügen jeweils über eine Nasszelle und eine Küchenzeile und haben eine Größe von sechs mal drei Metern. Auf dem Dach soll eine Solarthermieanlage angelegt werden.

Inklusive Erschließung werden die Kosten etwa 260 000 Euro betragen.