Kirchheim

Ein Leben für Kirche, Kunst und Kalligrafie

Nachruf Am Samstag ist Wolfgang Znaimer gestorben. Auf nahezu allen Gebieten hat er sich ehrenamtlich engagiert.

Wolfgang Znaimer.Foto: pr
Wolfgang Znaimer.Foto: pr

Kirchheim. Kirchheim trauert um Wolfgang Znaimer. Ein reichhaltiges Leben ist nun zu Ende: Am Samstag ist Wolfgang Znaimer im Alter von 84 Jahren verstorben. Kaum ein Verein ist in Kirchheim denkbar, in dem er sich nicht engagiert hätte - und kaum ein kunsthandwerkliches Detail, an dem er nicht mitgewirkt hätte. Auch über Kirchheim hinaus hat er gewirkt: Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat er Hunderte von Urkunden gestaltet, und für die Bewahrung der Geschichte hat er sich nicht nur in Kirchheim eingesetzt, sondern auch in seiner Geburtsstadt Zlabings in Mähren.

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So vielgestaltig sein Wirken war, so zahlreich sind auch die Ehrungen, die ihm dafür zuteil wurden - sei es die Martinus-Medaille, die ihm Bischof Gebhard Fürst überreichte, oder auch die Staufermedaille für seine Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Seine ehrenamtliche Tätigkeit umfasste die Mitarbeit im Verschönerungsverein ebenso wie im katholischen Kirchenchor, im Förderverein Kirchenmusik, im Mährisch-Schlesischen Sudetengebirgsverein (MSSGV), im Südmährerbund, im Ötlinger Ortschaftsrat oder im Kirchengemeinderat von St. Ulrich.

An Ausstellungen im Kornhaus war er beteiligt. Auch an den Ostereier-Ausstellungen oder am Osterbrunnen des MSSGV hat er mitgearbeitet. Ein Spaziergang durch Kirchheims Innenstadt führt an vielen dauerhaften Werken Wolfgang Znaimers vorbei: Zahlreiche Ausleger hat er in ihrer heutigen Form mitgestaltet. Für das Kirchheimer „Orgelbuch“ ist er auf vielen Kirchenemporen herumgeturnt, um die einzelnen Orgeln in der bestmöglichen Position ablichten zu können. Zu seiner Motivation, sich stets bereitwillig zu engagieren, sagte Wolfgang Znaimer vor knapp zwei Jahren noch: „Das muss man doch einfach tun.“ Treffender lässt sich sein Wesen nicht beschreiben.Andreas Volz