Lokale Kultur

Ein Mal Gold und sechs Mal Bronze

Die Autoren des Filmclubs Teck sind bei den Bundesfilmfestivals 2010 in den Medaillenrängen gelandet

Dettingen. Dabei sein ist alles, heißt es so schön – aber für den Filmclub Teck (FCT) war es diesmal doch noch einen Tick mehr: Mit zehn Produktionen sind die FCT-Autoren bei den Bundesfilmfestivals 2010 angetreten, sieben Mal landeten sie damit in den Medaillenrängen und erhielten ein Mal Gold und sechs Mal Bronze – das kann sich sehen lassen.

Den Anfang bildeten über 3 500 Produktionen, die durch das „Fegefeuer“ von bundesweit mehr als 200 Filmclubs zu gehen und anschließend Regions- und Landesfilmfestivals zu absolvieren hatten. Etwa 260 neue Filme schafften danach den Sprung auf die Bundesebene und wurden dort in den letzten Wochen auf den in unterschiedliche Kategorien aufgeteilten Bundesfilmfestivals gezeigt.

Der Filmclub Teck hatte dabei die Nase ziemlich weit vorn. So durfte beim Bundesfilmfestival Report in Köln das Autorenpaar Barbara und Hartmut Ibsch eine Goldmedaille entgegennehmen. Ihr Film „Ich will endlich meine Welt erklären“, der die Bedeutung der „Gestützten Kommunikation“ für einen nicht sprechenden Autisten zum Thema hat, erhielt zudem als bester Film des Wettbewerbs den Preis der Stadt Köln zugesprochen. Der Streifen gehört damit zu den etwa fünfzig besten Arbeiten, die für die im Mai in Krefeld stattfindenden 68. Deutschen Film-Festspiele (DAFF) ausgewählt worden sind. Es handelt sich dabei um die größten nichtkommerziellen Filmfestspiele Deutschlands.

Bronze auf Bundesebene glänzt auch ganz schön – und darüber dürfen sich Barbara und Hartmut Ibsch nochmals freuen nach dem Bundesfilmfestival „Reise“ in Dortmund. Ihr Film mit Eindrücken einer Fahrt in die Antarktis erhielt ebenso eine Bronzemedaille wie die Reisefilme von Lothar Bogsch („Wo Schafe Schirme tragen“) und Ingrid Steigleiter („Patagonien – weites Land“). Eine Teilnehmerurkunde erinnert Werner Rothenöder an diesen Wettbewerb, zu dem er mit seinem Film „Unterwegs mit Containern“ gemeldet worden war.

„Warum Petrus noch seinen Vollbart hat“ erklärte FCT-Autor Lutz Schulze beim Bundesfilmfestival FantEX in Waiblingen in Form eines Musikclips und erhielt dafür eine Bronzemedaille. Yasmin Albrecht, jüngstes FCT-Mitglied, hatte eindrucksvoll das Thema Angst umgesetzt und landete mit „Anxiety“ gleich bei einem Bundeswettbewerb. Die Teilnahmeurkunde wird sicher einen Ehrenplatz erhalten.

In Rottach-Egern wurde das Bundesfilmfestival Familien- und Sportfilm abgehalten. FCT-Autor Peter Markotschi war mit „Weißer Rauch im Nassachtal“ vertreten und bekam für die Einblicke in die Arbeit einer Köhler-Familie eine Bronzemedaille. Josef Pettinger war in der Sparte Sport mit „Motocross – und das Rennen geht weiter“ angetreten. Zu einer Medaille hat es diesmal leider nicht gereicht.

Zum Bundesfilmfestival Lokal in Straubing gehörten die Kategorien Lokalchronik und Folklorefilm. Der FCT war zweifach vertreten: Club-Vize Lutz Schulze als Juryleiter und Karl-Heinz Kosmalla als Autor. Sein die unterschiedlichsten Facetten aufzeigender Film „Waldtag“ wurde mit einer Bronzemedaille bedacht. b.i.

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