Junge Zeitung

Ein Monat voll amerikanischen Lebens

16-köpfige Gruppe des Kirchheimer Schlossgymnasiums auf Austausch in Marsh Valley, Idaho

15 Schüler des Schlossgymnasiums und ihre Begleitlehrerin Anja Kaczmarek haben einen Monat in den USA verbracht. Damit konnte der seit 1985 bestehende Austausch zwischen dem Schlossgymnasium und seiner Partnerschule Marsh ­Valley in Idaho zum 29. Mal stattfinden.

Auf diesem Bild machen die Schüler des Schlossgymnasiums deutlich, wie steil die Straßen von San Francisco mitunter sein können.
Auf diesem Bild machen die Schüler des Schlossgymnasiums deutlich, wie steil die Straßen von San Francisco mitunter sein können.Foto: pr

Kirchheim. Der USA-Aufenthalt der Reisegruppe begann mit einem einwöchigen „Field Trip“ in Kalifornien. San Francisco, eher als neblige, regnerische Stadt bekannt, schenkte den Kirchheimern im Lauf der Woche auch noch sehr viele Sonnenstunden. Neben typischen Sehenswürdigkeiten wie der Golden Gate Bridge und der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz, machten die Schüler auch Abstecher in verschiedene Stadtviertel der vielfältigen Großstadt. Darunter waren Chinatown, das Hippie-Viertel the Haights, der Mission District, ein Viertel mit vielen Graffitis, und der Hafen inklusive dem Pier 39 mit seinen Seelöwen. Auch die Natur blieb nicht außen vor. Es gab einen Abstecher zum State Park Muir Woods, in dem die Redwoods, die höchsten Bäume der Welt, wachsen und der schon Schauplatz für viele berühmte Filme war. Zusätzlich besuchten die Gymnasiasten die steilste und kurvigste Straße der Welt, die sogenannte „Lombard Street“. Beliebt war auch Sausalito, wo es ein sehr gutes Burgerrestaurant gab, und natürlich auch Shoppen am Union Square.

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Nach einer Woche voller Erfahrungen und Spaß ging es weiter nach Salt Lake City, um von dort mit dem Bus nach Marsh Valley, Idaho, zu fahren, wo das eigentliche Austauschprogramm stattfinden sollte. Jeder wohnte in einer Gastfamilie, um das amerikanische Leben so gut wie möglich kennenzulernen. In der Schule gab es für die deutschen Besucher eigene Stundenpläne. Fächer wie „Nutrition Food“, also Kochen, sowie Drama und Schauspiel waren hier sehr beliebt.

Neben Baseballspielen nach Schulschluss um 16.10 Uhr, waren die Tage gefüllt mit anderen Aktivitäten: mit Ausflügen zu den Hot Pools in Lava Springs oder Filmabenden bei verschiedenen Austauschschülern. Außerdem wurden die amerikanischen Ketten „Walmart“, „Taco Bell“ oder „Kiwi Loco“ sehr oft besucht, wobei es sich um einen großen Supermarkt, ein mexikanisches Restaurant und eine Art Eisdiele handelt. Ein Abend wurde mit „Laser Tag“ verbracht, ein anderer in einem Spaßpark. Das große Highlight war jedoch der „Prom“, also der jährliche Abschlussball in Marsh Valley. Ob mit oder ohne Date, jeder hatte Spaß, bei dieser amerikanischen Tradition dabei zu sein.

Am Abend vor dem letzten Tag gestalteten die deutschen Austauschschüler ein Abendprogramm für die amerikanischen Familien und kochten schwäbischen Kartoffelsalat mit Schnitzel für alle, das heißt für fast 100 Leute. Alle tanzten High School Musical, spielten Spiele und zeigten Bilder. Der Tag danach wurde noch einmal von allen genossen, und abends traf man sich alle zu einer kleinen gemütlichen Abschiedsparty, bevor es dann um drei Uhr morgens hieß, sich mit vielen Tränen und Umarmungen von den neu gewonnenen Freunden zu verabschieden. Im Nachhinein kann man nur sagen: Es war eine einzigartige Erfahrung, und alle werden noch lange Kontakt haben – einige können ihre Partner vielleicht schon nächstes Jahr in Deutschland willkommen heißen.

Johanna Augschöll, Susann Gerst, Natalie Lehmler