Lokale Wirtschaft

Erfreulichen Jahresabschluss 2003 vorgelegt

Die 49. Verbandsversammlung des Zweckverbandes Gruppenklärwerk Wendlingen (GKW) stand im Zeichen des Jahresabschlusses 2003, der Ausführung des Wirtschaftsplanes 2004 und der Feststellung des Wirtschaftsplanes für das kommende Jahr.

RUDOLF STÄBLER

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KIRCHHEIM Der Verbandsvorsitzende, Köngens Bürgermeister Hans Weil, hatte neben der Begrüßung der Gemeindevertreter am Ende der Tagesordnung auch noch die "Karriere" von Kirchheims Ex-Oberbürgermeister Peter Jakob beim Gruppenklärwerk zu beenden und nach erfolgter Wahl auch die neuen Mitglieder zu begrüßen. Zum ersten Stellvertreter von Weil wurde Kirchheims Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker bestimmt, als Mitglied in den Verwaltungsausschuss wurde Bürgermeister Günter Riemer bestimmt. Die Mitarbeiter des Zweckverbands bezeichnete Weil als gut motiviert, die alles dafür einsetzten, um den Verband vom Betriebsergebnis und von seiner Kompetenz und Wirtschaftlichkeit her in einer Spitzenposition zu halten. Der Wirtschafts- und Finanzplan zeige weiterhin rückläufige Umlagen für die Verbandsgemeinden. Sein Stoßseufzer als Mitglied des Kreistages: "Wenn es bei der Kreisumlage ähnlich wäre, ich wär froh und glücklich." Eine wesentliche Komponente der zukünftigen Arbeit bleibe der solide Anlagebetrieb einschließlich fundierter Instandhaltung und vorbeugender Wartung. Dies führe zu langfristigen Substanzerhaltungen sowie zur Vermeidung frühzeitiger Re-Investitionen.

GKW-Geschäftsführer Peter Dietrich legte dem Gremium den Jahresabschluss 2003 vor. Das Bilanzvolumen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,55 Millionen auf rund 26,7 Millionen Euro. Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen durch planmäßige Abschreibungen, wogegen das Umlaufvermögen sich geringfügig erhöhte. Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und das Eigenkapital: Letzteres durch die Erhebung einer Investitionsumlage für die Maßnahmen neue Rechneranlage der Kläranlage Wendlingen, neuer Rechen im Pumpwerk Köngen. Die Verbindlichkeiten des Verbandes reduzierten sich durch planmäßige Schuldentilgung. Der Eigenkapitalanteil verbesserte sich dadurch von 44,7 auf 47,5 Prozent. Freude kam bei den Verbandsgemeinden auf, als der Geschäftsführer Umlageerstattungen ankündigen konnte. Diese belaufen sich auf 269 732 Euro. So wurde der Jahresabschluss 2003 einstimmig abgesegnet und auch die Entlastung von Geschäftsführer Dietrich war reine Formsache.

Dietrich war es auch, der dem Gremium einen Bericht über die Ausführung des Wirtschaftsplanes 2004 gab. Er machte deutlich, dass alle geplanten und veranschlagten Maßnahmen in die Wege geleitet wurden, beziehungsweise bereits ausgeführt sind. So schreitet die Realisierung der neuen Rechneranalge für die Kläranlage zügig voran und befindet sich derzeit in der Fertigung. Zwischenzeitlich hat auch bereits die Schulung der Mitarbeiter für die neue Anlage stattgefunden. Neben den veranschlagten Maßnahmen des Vermögensplanes wurden in 2004 auch eine ganze Menge Arbeiten im Rahmen der Instandhaltung von Kläranlage und Außenstationen durchgeführt. Die technischen Einrichtungen sind nach Aussage des Geschäftsführers mittlerweile zwölf Jahre und älter; das bedeutet, sie haben in weiten Bereichen bereits ihre kaufmännische Abschreibungszeit erreicht. Die meisten Anlagen sind jedoch auf Grund der guten Wartung in einem recht guten Zustand. Dietrich konnte ferner berichten, dass beim Betrieb der Anlagen keine nennenswerten Probleme aufgetaucht seien. Die Abwasserreinigungsleistung sei durchgängig gut und die Ablaufqualität des gereinigten Wassers habe immer den behördlichen Anforderungen entsprochen. Abschließend betonte Dietrich, dass durch die insgesamt günstige Entwicklung im Rahmen des Jahresabschlusses 2004 voraussichtlich wieder mit Umlageerstattungen gerechnet werden könne. Auch die im Vermögensplan 2004 vorgesehenen Kreditaufnahmen müssen so nicht getätigt werden.

Vorgestellt wurde den Verbandsmitgliedern auch der Wirtschaftsplan für das Jahr 2005. Dabei liegt der Erfolgsplan mit seinem Gesamtvolumen von 6,249 Millionen um 86 000 Euro (1,36 Prozent) unter dem des Vorjahres. Dabei verringern sich die Betriebsaufwendungen um 28 000 Euro und die Geschäfstsaufwendungen um 58 000 Euro. Der Vermögensplan des kommenden Jahres liegt mit einem Gesamtvolumen von 2,161 Millionen Euro um 788 400 Euro, was rund 27 Prozent entspricht, unter dem des Vorjahres.