Kirchheim

Erneut Krokodil-Alarm an den Bürgerseen

Suchaktion In den Bürgerseen bei Kirchheim will eine Spaziergängerin heute erneut ein Krokodil gesehen haben. DLRG und Polizei haben daraufhin das Gelände und den See abgesucht. Gefunden wurden lediglich Spuren von Bisamratten.

Mit einem Sonargerät suchen DLRG-Mitglieder den See ab.  Foto: SDMG/Wölfl

Kirchheim. Bereits vor knapp zwei Wochen wollte eine Spaziergängerin am Abend drei kleine Krokodile in einem der Bürgerseen entdeckt haben. Daraufhin wurden die Seen gesperrt und eine Suchaktion gestartet. Gefunden wurde keine Krokodile, aber Hechte. Hechte stehen oft mit dem Kopf an der Wasseroberfläche und können von der Ferne durchaus mit kleinen Reptilien verwechselt werden.

Gestern nun hat eine Frau im oberen See ein krokodilähnliches Tier entdeckt und die Polizei alarmiert. Mitglieder der DLRG haben daraufhin den See mit einem Sonargerät abgesucht und keinerlei Hinweise auf ein Krokodil gefunden. Allerdings habe der Umweltbeauftragte der Stadt Kirchheim Spuren von Bisamratten im Uferbereich des Sees gefunden, berichtet Dennis Koep, Pressesprecher der Stadt Kirchheim. Bisamratten können bis zu 70 Zentimeter groß werden. „Eine Verwechslung ist durchaus möglich", sagt Koep. Der See wurde deshalb auch nicht gesperrt. Zumal der obere See kein Badesee ist.

Von zwei Kaiman-Attrappen, die einigen Medienberichten zufolge am Mittwoch angeblich aus dem Wasser gefischt wurden, ist dem Sprecher der Stadt Kirchheim nichts bekannt. Kurz nach dem ersten Krokodilalarm, so Koep, seien in den Bürgerseen allerdings tatsächlich zwei Krokodilköpfe aus Plastik gefunden und der Polizei übergeben worden. Diese seien aber sicher erst nach der Suchaktion von einem Scherzbold ins Wasser geworfen worden, "sonst hätten wir sie damals gefunden".     tb

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