Kirchheim

Erst „Bock auf Socke“, dann Feuerwerk

Spiele Für Silvester haben sich zahlreiche Gäste angekündigt, aber es fehlt noch ein unterhaltsamer Programmpunkt? Hier gibt es Tipps zu empfehlenswerten Partyspiel-Neuheiten. Von Tanja Liebmann

Es muss nicht immer das klassische „Monopoly“ sein: Es gibt so einige angesagte Partyspiel-Neuheiten.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacqu
Es muss nicht immer das klassische „Monopoly“ sein: Es gibt so einige angesagte Partyspiel-Neuheiten. Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Für die einen ist er einfach nur der letzte Tag im Jahr. Für die anderen ist der 31. Dezember ein ganz besonderes Datum. So oder so stellen sich viele Leute die Frage: Wie verbringt man den Silvesterabend, damit die Zeit bis Mitternacht möglichst kurzweilig ist? Eine Möglichkeit sind dabei immer Party-Spiele, denn egal ob in kleiner oder großer Runde: Sie sind lustig und machen total viel Spaß. Hier ein Potpourri aus angesagten Neuheiten:

Für Feinfühlige

Schnelligkeit siegt. Ganz nach diesem Motto gewinnen bei „Bock auf Socke“ diejenigen Spieler, die richtig gut auf Zack sind. Der witzige Partyspaß ist simpel wie ein Kinderspiel, macht tatsächlich aber auch Erwachsenen sehr viel Spaß. Zu Beginn der Partie werden zwei Teams gebildet. Beide Gruppen erhalten je eine Socke, gefüllt mit identischem Inhalt. Unter den Gegenständen - 30 Teile je Socke - befinden sich kleine Zahnräder, Bälle Knöpfe, Dominosteine, Murmeln, Korken, Pokerchips, Schach- und sonstige Figuren. Pro Team wird ein Spieler bestimmt, der den auf einer Drehscheibe gezeigten Gegenstand im Socken finden muss. Schon geht es los: Hand in die Socke, kramen, tasten, fühlen, wühlen, suchen, finden, jubeln. Fazit: prickelnd, lustig und actiongeladen.

Für Schätzfreudige

Wer weiß und riskiert wie viel? Um diese Frage geht es bei „Das Maß aller Dinge“. Das Schätzspiel bietet 300 Karten, die jeweils eine Skala vorgeben - etwa null bis 20 Jahre bei der Frage „Wie viele Jahre müsste man seine Haare wachsen lassen, damit sie zwei Meter lang sind?“. Um zu tippen, platziert jeder Spieler eine kurze, mittellange oder lange Leiste auf einem Tableau, das die entsprechende Skala widerspiegelt. Lange Leisten decken zwar größere Lösungsbereiche ab als kurze Leisten, bringen jedoch auch weniger Punkte, wenn der Tipp richtig ist. Fazit: eine toll umgesetzte Spielidee, erreichte Punkte werden auf einem Maßband abgetragen.

Für Reaktionsschnelle

Achtung, wichtig: Bei „Vollpfosten“ sollte niemand lange Fingernägel haben. Im Eifer des Gefechts können die Hände der Spieler nämlich immer wieder auf- und ineinander geraten. Denn: Sobald die Würfel gefallen sind, schnappen sich zwei bis sieben Spieler einen mit verschiedenen Merkmalen ausgestatteten Pfosten. Sechs Holzteile stehen zur Wahl, und wenn jeder gleich schnell kombiniert, stürzen sich alle Spieler auf denselben Pfosten - vorzugsweise den, der am meisten Punkte bringt, zum Beispiel den längsten. Witzig ist, dass die Würfel vorgeben, ob die Spieler vor dem Greifen etwa klatschen, wie ein Hahn krähen, die Zunge rausstrecken, das Kinn der Mitspieler stupsen oder sonstige verrückte Dinge tun sollen. Fazit: eine echte Herausforderung an die Reaktionsfähigkeit der Teilnehmer.

Für Nervenstarke

Ein lustiges Partyspiel gefällig, das für ausgelassene Stimmung und viel Aufregung sorgt? Dann ist „Tick Tack Bumm Chain Reaction“ genau richtig. Die Spieler sollen Wortketten bilden, indem immer der letzte Buchstabe eines Wortes als Anfangsbuchstabe für einen neuen Begriff benutzt wird. Auf „Hai“ in der Kategorie „im Wasser“ könnte etwa „Israel“ in der Kategorie „Land“ folgen. Mit den Worten geht eine batteriebetriebene und zufällig lang tickende Bombe von Spieler zu Spieler. Wer sie im Moment der Explosion hält, bekommt eine Strafkarte. Knifflig ist, dass manchmal nicht wirklich viele Kategorien ausliegen. Zudem können plötzliche Richtungswechsel für Entsetzen sorgen. Fazit: nervenaufreibend und zum Kaputtlachen.

Für Kommunikative

„X-Code“ von ist ein kooperatives Echtzeitspiel, bei dem bis zu acht Spieler unter Zeitdruck bestimmte Kartenkombinationen schaffen müssen. Alle spielen gleichzeitig und sollten viel miteinander reden, denn nur so ist es möglich, passende Karten zu tauschen und abzulegen. Herausfordernd ist, dass pro Runde ein Handkartenlimit das Nachziehen beschränkt und Pfeile auf den Karten die Tauschrichtung vorgeben. Mein linker Nachbar braucht eine Neun, um ein Trio und damit die Neuner-Ablage zu schaffen? Blöd, wenn ich die Neun habe, der Pfeil aber zu meinem rechten Nachbarn zeigt. Ist die Absprache der Teammitglieder gut, gelingt die Neuner-Ablage trotzdem. Fazit: aufregend, euphorisierend und nebenbei mit hohem Suchtpotenzial.

Für Fingerfertige

Knetspiele sind ausschließlich etwas für Kinder? Falsch gedacht. Denn „Knete Fete“ macht durchaus auch Erwachsenen unheimlich viel Spaß. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Jeder Spieler ist mal Knetender und mal Ratender. Karten geben vor, welche Objekte geformt werden sollen - etwa „Schneemann“, „Motorrad“, „Baum“ oder „Zebra“. Das Team, das den gesuchten Begriff zuerst errät, gewinnt die Runde. Der Clou ist, dass die Sieger dem Verliererteam eine Stanzladung voll Knete wegnehmen dürfen. Sprich: Irgendwann geht einem Team das Material zum Formen aus, dann ist die Niederlage so gut wie vorprogrammiert. Fazit: ein lustiges Partyspiel, bei dem kuriose Gebilde entstehen können.

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