Lokale Wirtschaft

Exportgeschäft stärkt den Optimismus

Die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Kreis Esslingen zeichnen auf den ersten Blick ein erfreuliches Bild: die Indikatoren für das dritte Quartal zeigen sowohl bei der Beurteilung der Geschäftslage als auch bei den Fragen nach den Umsätzen, der Geschäftserwartung und den Beschäftigtenzahlen nach oben.

KREIS ESSLINGEN Damit lässt das Ergebnis der aktuellen IHK-Umfrage bei knapp 400 Unternehmen im Landkreis Esslingen den Schluss zu, dass die in den letzten Quartalen stets hohen Erwartungen an eine positive Entwicklung der Geschäftslage sich zumindest partiell erfüllt haben. Dieser erste positive Eindruck sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Indikatoren weiterhin im negativen Bereich verharren, dass also nach wie vor die Zahl derer, die die Geschäftslage als schlecht einschätzen (25,8 Prozent), größer ist als die Zahl derer, die sie als gut bezeichnen (16,7 Prozent). Man kann somit insgesamt von einem "leichten" Aufschwung sprechen, was an der nur langsam ansteigenden Kurve der Indikatoren in der Grafik abzulesen ist.

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Bei einer Gesamtbetrachtung ergibt sich das für eine Zeit konjunktureller Schwäche oder Unsicherheit typische Bild: bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage überwiegen in allen Branchen die negativen Antworten, ähnlich verhält es sich bei der Bewertung der Umsatzzahlen. Gestiegene Umsätze melden immerhin 34,5 Prozent der befragten Unternehmen (gegenüber 26,8 Prozent im Vorquartal), stagnierende oder fallende Umsätze hingegen sind bei 65,5 Prozent der Unternehmen zu verzeichnen (Vorquartal 73,2 Prozent).

Bei der Frage nach der Erwartung der Geschäftsentwicklung in der Zukunft hingegen sind die positiven Stimmen (26,8 Prozent) zahlreicher als die negativen (12,9 Prozent).

Getreu dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt" bewahren sich die Unternehmen im Landkreis Esslingen somit erfreulicherweise ihren Optimismus im Hinblick auf die kommenden Monate. Die Ursache für den optimistischen Blick in die Zukunft liegt im Exportgeschäft: 42,3 Prozent rechnen mit einer Zunahme der Exporte, während bereits 34,2 Prozent im Vorquartal eine Zunahme der Exporte gegenüber 2003 gemeldet hatten.

Diese Zuversicht wirkt sich noch nicht auf die Einschätzung der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen aus. Während nur 8,4 Prozent der Unternehmen mit steigenden Beschäftigtenzahlen rechnen, prognostizieren 30,5 gegenüber 35,4 Prozent im Vorquartal weiteren Personalabbau.

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage bei den Industrieunternehmen im Kreis zeichnen ein im Vergleich zum Vorquartal nahezu unverändertes Bild. So bezeichnen 20 Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, während der Anteil der Unzufriedenen geringfügig um 1,4 auf 27,5 Prozent gesunken ist. Über die Hälfte der Unternehmen ist mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Nach dem großen Stimmungseinbruch im Vorquartal meldet der Handel im dritten Quartal wieder etwas positivere Werte. Von einer Entspannung kann indes noch nicht gesprochen werden, verharren trotz der leicht positiveren Stimmung die IHK-Indikatoren doch fast ausnahmslos im negativen Bereich.

Unverändert schlecht ist die Situation am Bau. Keines der befragten Unternehmen bezeichnete die Geschäftslage als gut, während der Anteil derer, die die Geschäftslage als schlecht einstufen, von 31,4 auf 40,3 Prozent gestiegen ist. Bei den Dienstleistungsunternehmen zeichnen sich keine signifikanten Veränderungen ab. Nur ein geringer Teil der Dienstleister bezeichnet die aktuelle Geschäftslage als gut.

pm