Lokale Kultur

Farben leuchten erst richtig durch das Licht des Tages und der Sonne

HOLZMADEN Nach der musikalischen Eröffnung durch das Jugendorchester des Musikvereins Holzmaden, unter der Leitung von Nicole Bauer, konnte der Hausherr im Urweltsteinbruch, Gotthilf Fischer, die über 200 geladenen Kunstfreunde aus Holzmaden und der näheren Umgebung anlässlich der Vernissage zur Ausstellung "Urwelt und Kunst" begrüßt.

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Die Einführung und Eröffnung in die Ausstellung nahm Bürgermeister Jürgen Riehle vor. Die Gemeinde Holzmaden hat dieses Jahr schon ihre zweite Kunstausstellung organisiert und auch wegen des 25-jährigen Bestehen Vereinsjubiläum des Urweltsteinbruchs das Museum des Vereins als Bühne ausgewählt. Zwischen Seelilien, Fischen und Sauriern strahlen die Werke der neun Künstler an Wänden und auf Stelen.

Mit dem Ehepaar Gabriela und Winfried Tränkner in der großen Halle sind Werke der Glasmalerin und des Bildhauers ausgestellt. Gabriela Tränkner ist 1963 in der Slowakei geboren und seit 1969 in Deutschland. Sie ist nun seit fast 20 Jahren als freischaffende bildende Künstlerin tätig. Mit ihren Worten "Mit nichts sind Farben intensiver zum Leuchten zu bringen, als durch das Licht des Tages und der Sonne," beschreibt sie ihre Werke. Winfried Tränkner hat im gleichen Raum seine geschaffenen Skulpturen ausgestellt. Er ist 1957 in Dettingen geboren und hat bis Anfang der 80er-Jahre das Studium der Bildhauerei an der Freien Kunstschule in Nürtingen absolviert. Seine Werke als freischaffender Künstler sind vielen bekannt erwähnt werden sollen nur die Brunnenfiguren in Nabern oder die Ochsen in Ochsenwang.

Mit Thomas Grabert konnte Bürgermeister Riehle einen weiteren Künstler begrüßen, der sich an der Ausstellung mit Skulpturen beteiligt hat. Er ist 1956 in Stuttgart geboren und hat seine künstlerische Ausbildung im Elternhaus begonnen Werke von seinem verstorbenen Vater Kurt Grabert waren ebenfalls in die Ausstellung integriert. Thomas Grabert hat in Berlin Architektur studiert und bereits viele Arbeiten für den öffentlichen Raum geschaffen. Er arbeitet unter anderem mit Bronze, Kunststein und Holz und hat mit seinem Ammoniten, der als Brunnen funktioniert, eine wahre Verbindung zwischen den Fossilien und der Kunst geschaffen.

Die Bilder von Paul Georg Koschinski stammen aus der Feder eines Grafikers. Koschinski wurde 1916 in Leipzig geboren und hat nach der Meisterschule für das grafische Gewerbe seit über 60 Jahren als freischaffender Künstler und Grafiker in Esslingen gearbeitet.

Die Aquarellbilder von Elise Allmendinger sie ist aus Jesingen und durch viele Einzel- und Gruppenausstellungen in der Teckregion sehr bekannt zeigen mit vielfältiger Farbgestaltung die Schönheit der Natur. Ihre Kenntnisse hat sie an der Volkshochschule bei Heinz Reisig und Vera Stütz-Neumann verfeinert. Die Blumen- und Landschaftsbilder leuchten im Erdgeschoss der Ausstellung.

Mit Gabriele Gottwald, Sabine Fleischmann und Harald Fischer konnte Bürgermeister Riehle drei Vertreter aus Holzmaden vorstellen. Gabriele Gottwald ist 54 Jahre alt und studiert seit 2001 an der Freien Kunstakademie in Nürtingen. Im Rahmen dieser Ausstellung zeigt sie den Betrachtern Arbeiten, bei denen es um die Auseinandersetzung von Metallpigmenten in Zusammenhang mit dem Vorgang des Rostens geht. Blaue Bilder zum Thema Wasser bringen wieder einen aktuellen Bezug zum Meer aus der Urzeit.

Sabine Fleischmann, 1966 in Kirchheim geboren, hat 1998 ein Grafik- und Designstudium abgeschlossen. Als freischaffende Künstlerin ist sie seither tätig und auch als Dozentin bei verschiedenen Bildungsträgern aktiv. Derzeit an der Freien Kunstakademie in Nürtingen, holt sich die Künstlerin den "letzten Schliff". Sie arbeitet vorwiegend auf Leinwand, die mit Gouache oder Acryl untermalt und dann mit Farbstiften weiter bearbeitet wird.

Mit Harald Fischer wurde der letzte im Bunde vorgestellt: Er ist 1967 in Kirchheim geboren und hat nach seiner Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer die Meisterschule besucht, die er 1996 als Jahrgangsbester abgeschlossen hat. Seit 1997 ist er am Ortseingang von Holzmaden in seiner Werkstatt tätig und hat bereits viele Arbeiten im öffentlichen und privaten Raum geschaffen.

Den Besuchern hat Bürgermeister Riehle einen Spaziergang empfohlen, um neben der Aussegnungshalle das Kunstwerk von Harald Fischer zu betrachten. "Der Weg des Lebens", ein Werk mit verschiedenen Steinen und Holz, wurde vor zwei Jahren der Öffentlichkeit übergeben.

Bei einem Glas Sekt und den Klängen der Jugendmusiker haben alle Gäste den Rundgang durch das Haus und im Steinbruch genossen. Bürgermeister Riehle dankte dem Hausherrn für die Bereitstellung der Räume, den Musikern für den musikalischen Genuss und den Künstlern für ihre Beteiligung.

Zu sehen ist die Ausstellung in Holzmaden während der Öffnungszeiten des Museums täglich außer montags noch bis zum 30. April 2006.

jr