Lokale Wirtschaft

Fusion mit Göppingen

Die beiden Innungskrankenkassen Esslingen-Nürtingen und Göppingen schließen sich ab Januar zur IKK Esslingen-Göppingen zusammen. Der neue Regionalbeirat hat sich in Nürtingen konstituiert und seine Vorsitzenden gewählt.

NÜRTINGEN Alternierende Vorsitzende des neuen Selbstverwaltungsorgans, das die Landkreise Göppingen und Esslingen abdeckt, sind Wilfried Längerer, Versichertenvertreter aus Nürtingen, Jürgen Schmid, Arbeitgebervertreter aus Ebersbach, Birgit Zeller, Arbeitgebervertreterin aus Esslingen, und Gerhard Siehler, Versichertenvertreter aus Kuchen. 2007 hat Wilfried Längerer den Vorsitz, der jährlich wechselt.

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Die Fusion der beiden Verwaltungseinheiten wurde beschlossen, da der langjährige Geschäftsführer der IKK in Göppingen, Dieter Wahl, zum 30. November in Ruhestand geht. Im Zuge der Neuorganisation passe sich die IKK den Veränderungen im Wettbewerb und den zunehmenden Anforderungen an eine kundennahe Versicherten- und Arbeitgeberbetreuung an, wie Geschäftsführer Albrecht Mayer in seiner Vorstellung der Organisationskonzeption der neuen großen Kasse erläutert. Auch eine wirtschaftlichere Erledigung kundenferner Aufgaben gehöre zu den Zielsetzungen.

Mayer, bisheriger Geschäftsführer in Esslingen-Nürtingen, wird ab 1. Januar Geschäftsführer der neuen Regionaldirektion Esslingen-Göppingen. Ihm zur Seite stehen die Stellvertreter Roland Schwarz (Göppingen) und Marc Kwiatkowski (Esslingen). Die IKK Esslingen-Göppingen wird knapp 58 000 Versicherte und über 5 500 Arbeitgeber in der Region betreuen.

Für die Kunden der IKK bleibe der gewohnte Service erhalten: Die Standorte in Geislingen, Süßen, Göppingen, Kirchheim, Nürtingen, Esslingen und Bernhausen blieben erhalten.

Bei der Sitzung des Regionalbeirats ging Hugo Schüle, Vorstandsvorsitzender der IKK Baden-Württemberg und Hessen, in einem Gastvortrag auf die aktuelle politische Diskussion zur anstehenden Gesundheitsreform ein. Er warnte vor den Auswirkungen des Gesundheitsfonds insbesondere für Baden-Württemberg. Denn durch die Vereinheitlichung des Beitragssatzes für ganz Deutschland müssten auch zum Beispiel die Honorare der Vertragspartner angeglichen werden.

Dann fließe das Geld aus Baden-Württemberg mit seinem hohen Lohn- und Preisniveau ab. Denke man das konsequent zu Ende, habe dies Auswirkungen auf das medizinische Behandlungsangebot vor Ort. Dies könnte zu einer weiteren Belastung der Patienten führen, weil sie weitere medizinische Leistungen aus eigener Tasche bezahlen müssten. Letztlich werde in Baden-Württemberg weniger Geld für die Aufrechterhaltung und den Unterhalt der medizinischen Strukturen zur Verfügung stehen, so Schüle weiter. Auch das Gesundheitshandwerk in Baden-Württemberg werde damit Preisabschläge in Kauf nehmen müssen.

Trotz der finanziellen Unsicherheiten könne die IKK Baden-Württemberg und Hessen aufgrund der Tatsache, dass sie schuldenfrei ist und Rücklagen gebildet hat, mit stabilem Beitragssatz ins Jahr 2007 gehen, erklärte der Vorstandsvorsitzende abschließend.

pm