Lokale Wirtschaft

Geringere Ausgaben für Energie

Um drei Prozent sind die Gesamtkosten für den Energieverbrauch an kreiseigenen Verwaltungsgebäuden und Schulen im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr gesunken. "Seit 2001 haben wir auf diesem Sektor eine Menge erreicht", sagte Landrat Heinz Eininger im Kreisausschuss für Technik und Umwelt.

ANKE KIRSAMMER

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KREIS ESSLINGEN Wie der EnBW-Energiebericht 2004 unter anderem offenlegt, geht ein Großteil der Kostenersparnis auf das Konto eines Stromsammelabnehmervertrages, den der Landkreis durch die Bündelausschreibung des Gemeindetags Baden-Württemberg mit der EnBW abgeschlossen hat. Dadurch ließen sich die Stromkosten um zehn Prozent senken. Der Wärmeverbrauch stieg insgesamt um drei Prozent an, der Wasserverbrauch sank um 2,6 Prozent. Nach einem "Ausreißer" im vergangenen Jahr konnte beispielsweise der Wasserverbrauch an den beiden Kirchheimer Berufsschulen, Max-Eyth-Schule und Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule, durch Sparmaßnahmen mit Hilfe des Hausmeisters wieder auf das Niveau der Vorjahre verringert werden. Wasser- und Stromverbrauch im Kirchheimer Verwaltungsgebäude konnten ebenfalls weiter gesenkt werden. Eklatante Unterschiede gibt es im Wärmeverbrauch: Während in der 1997 gebauten John-F.-Kennedy-Schule in Esslingen lediglich 33 Kilowattstunden pro Quadratmeter Fläche verbraucht werden, sind es in dem mehrere Jahrzehnte alten Kirchheimer Verwaltungsgebäude 168 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Um den Energieverbrauch weiter zu reduzieren, bleibt der Kreis am Ball. So enthält der acht Punkte umfassende Maßnahmenkatalog 2005 unter anderem eine erneuerte Warmwasserbereitung in der Sporthalle der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule, eine Fassaden- und Fenstersanierung an der Max-Eyth-Schule sowie die Erweiterung der Gebäudeleittechnik für die beiden Kirchheimer Berufsschulen. Für die Fassaden- und Fenstersanierung an der Max-Eyth-Schule fließen Fördergelder aus dem Klimaschutz-Plusprogramm des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 18 250 Euro.

Positiv hat sich auch das im Oktober 2003 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk an der Nürtinger Bodelschwinghschule ausgewirkt. Dadurch wurde die Stromabnahme von den Stadtwerken Nürtingen um rund 38 Prozent gesenkt. Zusätzlich zur Wärme hat das Blockheizkraftwerk über 83 000 Kilowattstunden Strom produziert, die direkt im Netz der Schule verbraucht wurden. Unter Berücksichtigung des erhöhten Gasverbrauchs führte dies alles in allem zu einer Einsparung von 6 156 Euro.

Auf Anregung von Gerhard Remppis (SPD) möchte die Verwaltung nun prüfen, ob Energiekosten eventuell ins Schulleiterbudget hineingenommen werden könnten. "Das Gebäudemanagement wird künftig außerdem gebündelt und voll dem Hochbauamt zugeordnet", kündigte Landrat Heinz Eininger an.

Ausführlich setzten sich die Grünen mit dem Thema Energieeinsparung auseinander. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen hatten sie den Antrag gestellt, im Landratsamtsgebäude Leuchtmittel auszutauschen. Sprecher Jürgen Menzel hatte zur Demonstration Leuchten mitgebracht. Er rechnete vor, wie sich bisher größere Leuchtstoffröhren mit Hilfe von Adaptern durch sparsamere, kleinere ersetzen ließen. Menzels Rechnung zufolge müsste der Kreis rund 50 000 Euro investieren, um jährlich rund 10 000 Euro einzusparen. Ohne Zinsen amortisiere sich die Investition nach 4,8 Jahren. Der Kreisverwaltungschef sagte eine Prüfung zu: "Wir gehen dem nach. Wenn es zu einer Amortisationszeit von fünf Jahren kommt, sind wir bereit, den Vorschlag umzusetzen."