Lokale Wirtschaft

Grenzwerte sind einzuhalten

Die erforderlichen Gutachten zur Lärm- und Staubentwicklung der geplanten neuen Shredderanlage auf dem Gelände der Firma Schrott-Bosch liegen vor. Auch der geänderten Planung, in die die Ergebnisse der Gutachten eingearbeitet sind, hat der Dettinger Gemeinderat nun das kommunale Einvernehmen erteilt.

ANDREAS VOLZ

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DETTINGEN Um die Anwohner so gut wie möglich vor Lärm zu schützen, soll der neue Shredder der Dettinger Firma Schrott-Bosch eine zehn Meter hohe "Lärmschutzeinhausung" bekommen. Außerdem besagt das Gutachten der Kramer Schalltechnik GmbH aus Sankt Augustin bei Köln, dass die bestehende Wand an der Grundstücksgrenze "westlich der Waage und südlich des Lagerplatzes für Buntmetalle" auf fünf Meter zu erhöhen ist. Im Zusammenwirken mit einigen weiteren Schallschutzmaßnahmen, die im Gutachten detailliert aufgelistet sind, werde der Forderung nach Einhaltung eines Immissionsrichtwertes von 60 Dezibel am Tage entsprochen. Spitzenpegel, die diesen Wert um mehr als 30 Dezibel überschreiten, seien nicht zu erwarten.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Industrie-Service der TÜV Süd-Gruppe bei der Staubprognose. Deren Fazit lautet, dass schädliche Umwelteinwirkungen durch den Betrieb der Shredderanlage nicht zu erwarten sind. Die Auflage, die aus diesem Gutachten hervorgeht, besagt allerdings, dass der Schornstein des Shredders von 18 auf 23 Meter erhöht werden muss. Das sei die ausreichende Mindesthöhe, um die Schadstoffe in die freie Atmosphäre abzuleiten.

Für die Planung, die auf Grundlage der Gutachten abgeändert wurde, hat der Dettinger Gemeinderat nun erneut das kommunale Einvernehmen erteilt, da "von der Genehmigungsfähigkeit der Änderung der bestehenden Shredderanlage nach wie vor auszugehen ist", wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Außerdem würde sich die Situation für die Anwohner hinsichtlich Lärm- und Schmutzbelästigung durch die geforderten zusätzlichen Maßnahmen verbessern.

Die Produktion der alten Anlage ist bereits eingestellt. Frühestens ab Mitte Februar könnte das Landratsamt die Genehmigung für den Austausch des Shredders erteilen. Und erst danach wiederum kann die Firma Schrott-Bosch damit beginnen, die neue Anlage aufzubauen, von der Inbetriebnahme ganz zu schweigen. Geschäftsführer Ralf Bosch zufolge ist der Shredder "Basis unseres wirtschaftlichen Seins oder Nichtseins".