Lokale Kultur

"Große Zeiten kleines Glück"

WENDLINGEN Auf Einladung des Vereins der Freunde und Förderer des Robert-Bosch-Gymnasiums liest der Autor Gerold Tietz am Mittwoch, 25. Januar, um 19.30 Uhr in Wendlingen aus seinem Roman "Böhmische Fuge" und seinem neuesten Werk "Große Zeiten Kleines Glück". Gerold Tietz kehrt damit auf wohlbekanntes Terrain zurück. Drei Jahrzehnte unterrichtete der promovierte Historiker am Robert-Bosch-Gymnasium Geschichte, Politik und Französisch.

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Sein Wissen, dass die böhmischen Dörfer ganz anders waren und die Überzeugung, dass die Geschichte der Vertreibung viel zu lange aus dem Zusammenhang gerissen wurde, sorgten dafür, dass der Schriftsteller Gerold Tietz ein Thema aufgreift, das nichts von seiner Aktualität verloren hat.

Der Esslinger Autor hat selbst sudetendeutsche Wurzeln und versucht in seinen Büchern, das schiefe Bild zurechtzurücken. Immer wieder thematisiert er das friedliche Miteinander von Tschechen, Juden und Deutschen in den "böhmischen Dörfern." Pathos und Heimattümelei liegen ihm fern, umso mehr interessiert er sich für die Beweggründe menschlichen Handelns.

"Ich will das schreiben, was nicht in den Geschichtsbüchern steht", betont der Autor. Die Autorenlesung mit Gerold Tietz ist die erste öffentliche Veranstaltung, die der erst vor kurzem gegründete Förderverein veranstaltet. "Daraus soll eine Veranstaltungsreihe werden", kündigt die Vereinsvorsitzende, Ingrid Stetter, an. Kulturelle, vor allem aber auch pädagogische Themen sollen im Programm des Vereins einen festen Platz einnehmen.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Lesung besteht noch Gelegenheit, Bücher von Gerold Tietz signieren zu lassen.

pm