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Gute Kleidung kann schützen

Die passende Kleidung, Ausrüstung und Beratung gibt es im Sportfachgeschäft. So ist man bestens gegen die Kälte geschützt. Foto:
Die passende Kleidung, Ausrüstung und Beratung gibt es im Sportfachgeschäft. So ist man bestens gegen die Kälte geschützt. Foto: Jörg Bächle

lps/Cb. Die Lust am glitzernden Schnee, der Eisdecke eines zugefrorenen Sees und dem Knirschen der Schritte im Schnee schwindet rasch, wenn die Kälte Besitz vom Körper ergreift. Eis und Schnee sind nicht unbedingt nötig. Schon bei Plusgraden kann es durch Wind, Feuchtigkeit und zu eng anliegende Kleidung zu gesundheitlichen Problemen kommen. Wenn es in Ohren und Fingern zu kribbeln beginnt, hat der Körper die Durchblutung gedrosselt. Damit soll ein Wärmeverlust vermieden werden. Kälte legt die Hautnerven lahm. So fehlen den Betroffenen im ungünstigen Fall Schmerzen und damit Alarmsignale. Erfrierungen sind lokale Gewebeschäden, die zunächst vor allem an Nase, Ohren, Fingern und Zehen auftreten.

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Medizinisch unterscheidet man drei Schweregrade. Erfrierungen ersten Grades bleiben folgenlos und heilen ab. Beim zweiten Grad bilden sich Blasen, das Gewebe schwillt an und verfärbt sich bläulich. Bei Erfrierungen dritten Grades stirbt das Gewebe ab, es kommt zu Amputationen. Manchmal vergeht längere Zeit, bis das ganze Ausmaß des Schadens durch Erfrierungen sichtbar wird.

Wie leistet man Erste Hilfe? Zunächst ist die nasse Kleidung durch trockene zu ersetzen. Reiben sollte man die Haut nicht, um dem Gewebe nicht noch mehr zu schaden. Ideal sind Wasserbäder mit langsam ansteigender Temperatur. Die Erfrierungen sollten einem Arzt vorgestellt werden. Kühlt der ganze Körper auf unter 35 Grad ab, spricht man von Unterkühlung. Sinkt die Temperatur noch weiter, alarmiert man den Rettungsdienst, denn es besteht akute Gefahr. Isolierdecken oder wenigstens Wolldecken sind wichtig bis zum Eintreffen der Sanitäter. Die passende Kleidung schützt und hilft, solche Zwischenfälle zu vermeiden.