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Händler entdecken Facebook

City Ring setzt sich auch in Zukunft für ein attraktives Kirchheim ein

Bei der 42. Hauptversammlung des Kirchheimer City Rings gab es neben dem Vortrag „Facebook und was noch?“ von Bernd Pitz keine Überraschungen. Karl-Michael Bantlin, Erster Vorsitzender, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Aktionen des vergangenen Jahres, und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Kirchheim. Als besondere Highlights des vergangenen Kalenderjahres waren vor allem die Goldenen Oktobertage zu nennen, die ganz im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder gestaltet wurden, aber auch das immer noch erfolgreiche Mitternachtsshopping und die saisonalen Aktionen zu Weihnachten und Ostern kamen bei der Kirchheimer Kundschaft gut an.

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„Auch dieses Jahr werden wir wieder mit entsprechenden Veranstaltungen und Aktionen für positive Stimmung und hohe Attraktivität der Kirchheimer Innenstadt sorgen“, verspricht Bantlin. So wird beispielsweise gemeinsam mit dem Bund der Selbständigen (BDS) die im Juli in Kirchheim halt machende Tour Gingko unterstützt. Außerdem gibt es am Samstag, 15. Dezember, wieder eine Weihnachtseinkaufsnacht, in der teilnehmende Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet haben. Der Vorstand appellierte an alle Mitglieder, sich auch in Zukunft weiterhin an den geplanten Aktionen zu beteiligen, denn nur gemeinsam könne man nachhaltig die Zukunft des Kirchheimer Standortes wettbewerbsfähig mitgestalten.

Insgesamt kann der City Ring auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken– wenig verwunderlich also, dass die Entlastung des Vorstandes und die Kassenprüfung klaglos und ohne Einwände bestätigt wurden. Für die zeiteffiziente Durchführung der Hauptversammlung in weniger als einer Stunde gab es dann auch einen einfachen „schwäbischen“ Applaus. Noch schwäbischer wäre nur gar kein Applaus gewesen, scherzten die Teilnehmer hinterher zufrieden, frei nach dem schwäbischen Sprichwort „Net gschimpft isch gnug globt“.

Im Anschluss an die Hauptversammlung führte Onlinemarketing-Fachmann Bernd Pitz mit seinem Vortrag „Facebook und was noch?“ in die Welt der Sozialen Netzwerke und Medien ein. Zunehmend mehr Händler entdecken Facebook, Twitter und Co. als Werbe- und Vertriebskanal. „Gerade die jungen Erwachsenen sind mit dem Web groß geworden. Es ist für sie alltäglich, und hat immer häufiger auch direkte Auswirkungen auf ihre Kaufentscheidungen“, erklärt Pitz. Dies ist sowohl Segen als auch Fluch: Machen Verbraucher nämlich schlechte Erfahrungen oder sind unzufrieden, so geht auch diese Botschaft in Windeseile in die Freundesnetzwerke hinaus – und kann die Kaufentscheidung anderer Kunden maßgeblich beeinflussen. Ob und wie genau man die Sozialen Medien sinnvoll für sich nutzen kann, müsse im Einzelfall abgewogen werden. Der Experte weiß: „Letztlich entscheidet sich alles an der Kasse.“ Ehe der Händler voreilig den Schritt auf soziale Netzwerke wagt, solle er sich zunächst auf Optimierung von Webseite und Kundenservice konzentrieren.