Lokale Wirtschaft

Halle ohne Solarthermie

Spatenstich ist für den 4. Mai geplant

Es war keine Grundsatzentscheidung gegen Solarthermie, ihr Einsatz scheint nur an der Gießnauhalle nicht sinnvoll: Aufgrund Schatten spendender Bäume lehnte der Technische Ausschuss im Kirchheimer Gemeinderat den Bau einer Solarthermieanlage auf dem Neubau in Nabern ab.

Kirchheim. Vom Konzept der Gebäudetechnik für die neue Gießnauhalle nahmen die Räte zustimmend Kenntnis.

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Da das Gebäude aufgrund der Bodenbeschaffenheit etwa 80 Bohrpfähle benötigt, werden diese ohnehin notwendigen Bohrpfähle gleich zur Wärmegewinnung nutzbar gemacht. Dazu werden Rohrschleifen in die Bohrpfähle einbetoniert, die dann mit Heizungswasser durchströmt werden. So kann die Heizungsanlage dem Erdreich Wärme entziehen und über eine Wärmepumpe zur Heizung und Warmwasserbereitung nutzen. Dieselbe Pumpenanlage kann im Sommer zur Kühlung genutzt werden. Wie die Fachleute in der Sitzung erläuterten, werden Extremtemperaturen im Winter mithilfe eines zusätzlichen Gas-Brennwertkessels abgefangen.

Die Sporthalle, das Foyer und der Windfang werden über eine Fußbodenheizung erwärmt, die Nebenräume weisen Heizkörper auf. Drei Zu- und Abluftanlagen helfen, dicke Luft in der Gießnauhalle zu vermeiden. Die Beleuchtung lässt sich in mehreren Stufen tagelichtabhängig schalten.

Im Rund zeigte man sich vom Konzept überzeugt. Mehrheitlich entschied man sich dafür, auf die Solarthermieanlage zu verzichten, die zudem eine Erhöhung des Budgets um 24 000 Euro bedeutet hätte. Ortsvorsteherin Susanne Jakob hatte vorab die Zweifel des Ortschaftsrates dargestellt, ob in Anbetracht der Birken rund um die Halle überhaupt die optimale Wirtschaftlichkeit für eine solarthermische Anlage gegeben sei.

Der Spatenstich für den Neubau soll nach derzeitigem Stand am 4. Mai erfolgen.