Kirchheim

Herbstkonzert mit Alphorn und Gesang

Kirchheim. Beim Herbstkonzert des Musikvereins Nabern wurden die Zuhörer in der brechend vollen Gießnauhalle von Fabian Carucci wie gewohnt gekonnt von einem Höhepunkt zum nächsten geleitet.

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Nachdem die Jugendspielgruppe unter der Leitung von Thomas Götzelmann das Konzert gekonnt eröffnet hatte, startete die Stammkapelle mit ihrem Dirigenten Sven Molt durch. Der erste Höhepunkt war das dreiteilige Epos „Tirol 1809“. Mit lauten Fanfaren, donnerndem Grollen und dann wieder getragenen Passagen wurde der Krieg in Tirol wiedergegeben. Ein weiterer Höhepunkt war das bereits in die Bühnendekoration eingebundene Alphorn. Dieter Stark nahm die begeisterten Zuhörer mit seinem Solostück „Erinnerungen an Altrei“ für Alphorn und Blaskapelle mit in die Berge. Die erste Passage des Stückes wird nur vom Solisten gespielt und zeigt den wunderbaren Klang des Alphorns, welches in Zeiten ohne Telefon und Internet in den Alpen auch als Kommunikationsmittel eingesetzt wurde.

Dass die Musiker auch für einen Lacher gut sind, zeigte die Kapelle nach der Pause mit dem Stück „Also sprach Zaratustra“. Die Tonart wurde danach beibehalten, für den Dirigenten und die Zuschauer überraschend kam dann „Heidi“, die Titelmusik aus dem gleichnamigen Film. Sven Molt nahm‘s gelassen und die Zuschauer quittierten es mit Gelächter und tosendem Applaus.

Was wäre das „Halleluja“ von Leonard Cohen ohne Gesang? Die Sängerin fiel kurzfristig wegen Krankheit aus. Spontan erklärte sich Cornelia Carucci aus der Kapelle bereit, zu singen. Die Zuhörer waren überrascht, welch unbekannte Talente in der Kapelle schlummern, und belohnten die spontane Gesangseinlage und klatschten begeistert.

Es war ein absolut gelungener Abend, der gemeinsam an der Weinbar seinen Ausklang fand.