Kirchheim

Im Archiv geblättert

Die erste S-Bahn fuhr im Dezember 2009 im Bahnhof Kirchheim ein.Archiv-Foto: Peter Dietrich
Die erste S-Bahn fuhr im Dezember 2009 im Bahnhof Kirchheim ein. Archiv-Foto: Peter Dietrich

Der S-Bahn-Anschluss nach Kirchheim hat lange auf sich warten lassen. Im November 1992 stand im Teckboten, dass Kirchheimer Kreisräte enttäuscht eine weitere jahrelange Verzögerung bekannt gegeben hatten. Bis 2004 sollte sich die Fertigstellung der S-Bahn verschieben. Nach der Entwurfsplanung 1993, verschiedenen Verwaltungsverfahren und Untersuchungen konnte erst Ende 1998 mit dem Bau begonnen werden. „Wir haben gedacht, wir schaffen‘s noch dieses Jahrtausend“, äußerte sich Kreisrätin Marianne Gmelin entmutigt. Nach rund 17 Jahren Planung eine verständliche Reaktion. Eine schnellere Fertigstellung könnte man nur erreichen, indem man Gutachten und Planungsschritte straffte, so die damalige Sicht. Dass sich das Verfahren 2004 um weitere fünf Jahre verlängerte, lag aber auch an finanziellen Hürden. Die Bau- und Planungskosten der 13 Kilometer langen Strecke von Plochingen nach Kirchheim beliefen sich letztlich auf 32,5 Millionen Euro. Nach rund 30 Jahren war es im Dezember 2009 endlich soweit: Die neue Endhaltestelle Kirchheim ging ans Netz. Erstmals war es für zusätzlich mehr als 100 000 Menschen möglich, die rund 72 Kilometer lange Strecke der S1 von Kirchheim nach Herrenberg ohne Umsteigen in Plochingen oder Wendlingen zurückzulegen.cs

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