Kirchheim

Im Kampf gegen den Blutkrebs

Sabrina Krüger
Sabrina Krüger

Eine Stammzellenspende ist für viele Blutkrebspatienten die einzige Chance auf Heilung. Doch jeder Siebte findet keinen Spender. Sabrina Krüger von der DKMS informiert.

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Daniela Haussmann

Wer darf Stammzellen spenden?

SABRINA KRÜGER: Grundsätzlich kommt jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der mindestens 50 Kilogramm wiegt, als Spender infrage. Ausschlussgründe sind beispielsweise schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen wie Rheuma, fast alle Krebserkrankungen, Hepatitis B, C oder D. Für Detailfragen steht am Aktionstag eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der DKMS vor Ort zur Verfügung.

Wie sieht es mit homosexuellen Menschen aus?

KRÜGER: Seit 2014 können sich auch Homosexuelle als Spender registrieren lassen. Die „Deutschen Standards für die nicht verwandte Blutstammzellspende“ wurden entsprechend geändert.

Warum sollten sich Personen mit verschiedener regionaler Abstammung registrieren lassen?

KRÜGER: Jeder Mensch trägt unterschiedliche genetische Merkmale in sich. Diese Gewebemerkmale variieren auch je nach regionaler Abstammung. Da Blutkrebs nicht vor Landesgrenzen haltmacht, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen mit verschiedensten genetischen Merkmalen als potenzielle Stammzellspender registrieren. Oft ist die regionale Abstammung der entscheidende Punkt, um einen geeigneten Stammzellspender zu finden.

Können sich auch Schwangere registrieren lassen und spenden?

KRÜGER: Auch schwangere Frauen können sich als potenzielle Spender registrieren lassen, wenn sie alle anderen Voraussetzungen zur Spendeneignung erfüllen. Allerdings werden Frauen ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft bis sechs Monate nach der Entbindung erstmal als potenzielle Stammzellenspenderinnen gesperrt.