Lokale Kultur

Image des "schwarzen Kontinents" verbessern

NÜRTINGEN Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Nürtinger Fachhochschule die "African Days", eine Veranstaltungsreihe zu Themen, die den "schwarzen Kontinent" betreffen und von einer Ausstellung flankiert wird. Zur offiziellen Eröffnung

Anzeige

HEINZ BÖHLER

der Ausstellung hatte Professor Dr. Dieter K. Diehl am Montag in die Fachhochschulräume in der Sigmaringer Straße geladen, die Informations- und Vorlesungs-Veranstaltungen sind in den Tagen vom 22. bis 25. November angesetzt.

Auf einer langen Tischreihe im zweiten Stock des Gebäudes Sigmaringer Straße 14 liegen Informationen über afrikanische Organisationen, Staatengemeinschaften und Initiativen aus, die sich mit Entwicklungshilfen aus der westlichen Welt, aber auch mit den Erfolgen politischer und wirtschaftlicher Anstrengungen der meist jungen Staaten Afrikas selbst befassen. Ergänzend dazu findet der Ausstellungsbesucher eine Reihe von Karten und Plakaten an Stellwänden hängend, die zunächst einmal Auskunft über die geografischen Größenordnungen geben, mit denen man es im Falle Afrikas zu tun hat. Sowohl die Ausstellung als auch die zwölf im November geplanten Veranstaltungen sollen dem Thema Afrika eine breitere Öffentlichkeit verschaffen und, wo möglich, helfen, das Image eines Kontinents zu verbessern, der laut Professor Diehl zu einem gigantischen Armenhaus zu verkommen droht.

Die Ausstellung selbst hält Materialien vor, die dazu dienen können, Kontakte zu interessierten Partnern aus dem Wirtschafts- und Bildungsbereich in Baden-Württemberg zu knüpfen. So könnten Hochschulen Studienschwerpunkte setzen, den Themenbereich weiter für Diplomarbeiten öffnen und ihrerseits Kontaktvermittlungen anbieten. Auch auf kulturellem Gebiet sieht der Entwicklungsökonom Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, Treffen örtlicher Gruppen mit afrikanischen Literaten und Künstlern etwa.

Zu den Informationsveranstaltungen haben die Initiatoren kompetente Afrikakenner wie den senegalesischen Botschafter gewinnen können, sodass für die Studenten der Fachhochschule die Möglichkeit geschaffen wird, sich umfassend über die afrikanische Wirtschaft, die Bevölkerung des Kontinents sowie die klimatischen, geologischen und topografischen Bedingungen, die dort herrschen, kundig zu machen.

Ein "Africa Action Day", an dem afrikanischen und deutschen NGOs (Non-Governmental Organisations) Gelegenheit geboten werden soll, sich und ihre Arbeit darzustellen, ist ebenso angedacht wie eine abschließende "African Day Party" am 30. November.

Tagesaktuelle Infos können Interessierte der Internet-Seite www.Africa-Day.de entnehmen.