Lokale Wirtschaft

Kaum freie Stellen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen ist die Zahl der erwerbslosen Menschen im März um knapp 500 auf 26 019 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist entsprechend um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent gefallen.

GÖPPINGEN/KIRCHHEIM Der Personalbedarf der Unternehmen ist mit etwas mehr als 1 400 gemeldeten freien Arbeitsplätzen weiter sehr gering. Die Zahl der Kurzarbeiter hat im Februar um 269 auf 2 702 zugenommen.

Anzeige

Bernd Hofmann, der Leiter der Agentur für Arbeit Göppingen, zieht denn auch ein klares Fazit: "Der spürbare Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 500 Personen ist überwiegend auf die neu begonnenen Programme zum Abbau der Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Die Entwicklung beim Zugang an offenen Stellen und die Zunahme der Kurzarbeit zeigen, dass die erwünschte Belebung am Arbeitsmarkt ausgeblieben ist."

Entgegen der Entwicklung in Baden-Württemberg und im Bund ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen um 1,8 Prozent zurückgegangen. Dies entspricht dem langjährigen Trend für diese Jahreszeit, das heißt für einen durchschnittlichen März. Gewinner beim Abbau der Arbeitslosigkeit waren erneut die Jugendlichen mit einem Rückgang von 117 auf 3551 oder um 3,2 Prozent. Damit haben seit Jahresbeginn über 300 Jugendliche ihre Arbeitslosigkeit beenden können. Im selben Zeitraum konnten 400 Personen einen "1-Euro-Job" beginnen, wodurch diese Entwicklung erklärbar ist.

Unbefriedigend ist nach Meinung der Agentur für Arbeit in Göppingen weiterhin der Zugang an offenen Stellen. Waren dies im März des Vorjahres noch 1 779, so sind es im März dieses Jahres nur 1 411. Das bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Prozent oder 368. Die erhoffte Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt lässt daher weiter auf sich warten.

Die Arbeitslosenquote des Landkreises Göppingen mit der Hauptagentur in Göppingen (Quote: 7,5 Prozent) und der Geschäftsstelle in Geislingen (8,2 Prozent) liegt höher als bei den Geschäftsstellen des Landkreises Esslingen (Esslingen: 6,5 Prozent; Kirchheim: 6,0 Prozent; Nürtingen: 5,7 Prozent; Leinfelden-Echterdingen: 4,9 Prozent).

Bei der Geschäftsstelle Nürtingen ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert geblieben. Alle anderen Geschäftsstellen konnten einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte verbuchen. Lediglich Leinfelden-Echterdingen kann einen stärkeren Rückgang melden. Hier fiel die Quote um 0,3 Prozentpunkte erstmals wieder unter 5,0 Prozent, nämlich auf 4,9 Prozent.

Auch die beiden Landkreise im Bezirk der Agentur für Arbeit können ein Sinken der Arbeitslosigkeit melden. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, beträgt im Landkreis Göppingen 7,6 Prozent und im Landkreis Esslingen 6,0 Prozent.

Die Zahl der Kurzarbeiter ist gegenüber dem Januar um 269 auf etwas mehr als 2 700 im Februar gestiegen, die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe um 62 auf knapp 300. Das sind die höchsten Werte in Baden-Württemberg. Mit Abstand die meisten kurzarbeitenden Betriebe kommen aus dem Baugewerbe (119). Dort arbeiten 567 Menschen kurz. Im Maschinenbau sind gemäß der Erhebungen der Agentur knapp 330 Mitarbeiter von etwa 20 Unternehmen betroffen.

afa