Kirchheim

„Keine Gnade für die Wade“

Stadtradeln Zum dritten Mal hat Kirchheim an der Kampagne „Stadtradeln“ teilgenommen. Die Siegerehrung fand am Samstagnachmittag im Rahmen der Musiknacht vor dem Rathaus statt. Von Cornelia Wahl

Günter Riemer ehrt die Mitglieder des „Hepfel goes green“-Teams.Foto: Cornelia Wahl
Günter Riemer ehrt die Mitglieder des „Hepfel goes green“-Teams.Foto: Cornelia Wahl

In 21 Tagen 1,04 mal um den Äquator gefahren: Das ist die Kilometer-Bilanz des Kirchheimer Stadtradelns 2018. Noch wichtiger aber ist dabei, dass 5 918 Kilogramm des Klimakillers und Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart worden sind. An der Kampagne im Zeitraum vom 16. Juni bis 6. Juli nahmen heuer 15 Teams teil. Die insgesamt 180 Radfahrerinnen und Radfahrer strampelten gemeinsam 41 677 Kilometer ab.

Den größten Anteil daran hatte das Team „Hepfel goes green“. Getreu ihrem Motto „Keine Gnade für die Wade!“ legten die 19 Mitglieder um Kapitän Tom-Luca Hepperle in den drei Wochen 8 711,7 Kilometer zurück, sparten in Summe 1 237,1 Kilogramm Kohlendioxid ein und gewannen die Kategorie des Teams mit den meisten gefahrenen Kilometern.

In der Kategorie der gefahrenen Kilometer pro Teammitglied belegte die Ortsgruppe Kirchheim des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit 605,9 km/Teammitglieder Rang eins. Auch die Stadtverwaltung war in einer Kategorie ganz vorne mit dabei. Sie war das Team, in dem mit 25 Personen die meisten Frauen und Männer in die Pedale traten. Darüber hinaus galt es, den Sieger in der Kategorie der Radpendler BW mit den meisten gefahrenen Kilometern je Teammitglied zu ehren. Gewonnen hat das neunköpfige Weltladen-Team mit 350 Kilometern pro Radler.

Aus den Händen des Ersten Bürgermeisters von Kirchheim, Günter Riemer, der selbst im Team „Stadtverwaltung“ mitradelte, nahmen die Frauen und Männer der siegreichen Teams Urkunden und kleine fahrradnützliche Geschenke entgegen. Günter Riemer freute sich, dass zur Siegerehrung des Klimaschutzwettbewerbs „wenigsten ein paar da sind“. Gewünscht hätte er sich, dass 2018 die zweimalige Umrundung des Äquators geschafft werde, nachdem in den beiden Jahren zuvor jeweils über 70 000 geradelte Kilometer verbucht werden konnten.

In diesem Jahr waren deutlich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start als 2017. Damals sattelten annähernd 350 Radlerinnen und Radler für 21 Tage ihre Sättel. Sie erstrampelten 78 010 Kilometer und sparten 10 793 Kilogramm des Treibhausgases ein. Der Rückgang der Teilnehmerteams hatte organisatorische Gründe. Die Stadt konnte „nicht die Personal-Kapazitäten der beiden letzten Jahre einsetzen“, hieß es dazu von der Stadtverwaltung. Für das Jahr 2019 „packen wir das Thema wieder an“, sagte der Erste Bürgermeister. Dann soll das Stadtradeln wieder in einem größeren Rahmen stattfinden, um wieder mehr Radler für die Veranstaltung zu interessieren. „Und dann bin ich mir sicher, dann fahren wir zweimal um den Äquator.“ Denn Radfahren „schont das Klima, stärkt die Beine und macht den Geist frei“, weiß er. Und das nicht nur während des dreiwöchigen Wettbewerbs.

Mit der Kampagne Stadtradeln sollen die Bürger für die Verwendung des per Muskelkraft betriebenen Zweirads sensibilisiert werden. Beim Stadtradeln kommt es darauf an, in 21 Tagen mit dem Fahrrad möglichst viele Kilometer zurückzulegen und so den Kohlendioxidausstoß zu verringern.

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