Lokale Kultur

"Kirchheimer Breaker", "Brandmal" und "Zwei-Fünftel" vorn

KIRCHHEIM Zur bereits dritten Runde des Talentwettbewerbs hatte das Kirchheimer Jugendhaus eingeladen und wieder stellte Bodo Schöllkopf wie auch schon an den beiden

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USCHI NEROLADAKIS

vergangenen Abenden zuerst einmal die qualifizierte Jury vor, die diesmal aus Kim, Praktikantin im Jugendhaus, sowie Mark, FSJ-ler, und dem Nordlicht Holger bestand.

Den Anfang machte die "Pepe-Band" aus der Paulinenpflege, die anscheinend ihren kompletten Fanclub mitgebracht hatte, der für entsprechende Stimmung in der Linde sorgte. Die Band, die aus zwei Erziehern und vier Schülern besteht, spielte Songs, die von den Jugendlichen ausgesucht worden waren. Eine ausgesprochen starke Interpretation von "Stand by Me" und ein angeschmachtetes ,,Supergirl" erhielten tosenden Beifall und Salvatore und Kenan hatten das Publikum auf ihrer Seite.

"Zwei-Fünftel", die nächsten, angeblich "ganz spontanen" Teilnehmer des Abends, begründeten ihren Namen ganz logisch: "Eigentlich sind wir zu fünft" und kamen an diesem Abend im Western-Style mit Gitarre und Mundharmonika undbluesten unter anderem sehr gekonnt "Bobby McGee".

Danach gehörte die Bühne "Stinky Pete and the Rabbid Babies". Die Band, bestehend aus zwei Gitarren, einem Bass und einem mit Cowboyhut versehenen Sänger, berichtigte trotz englischer Ansage ("we are from Kentucky"), dass sie trotzdem "echt aus Kirchheim" seien. Die erste Nummer "Ramones" war eine Hymne an ihre Lieblingsband, wie unschwer auf dem T-Shirt des Sängers zu lesen war.

Da anschließend Sarah eine eigene Geschichte vorlesen wollte, musste Moderator Bodo Schöllkopf erst einmal für Ruhe im Saal sorgen, damit das Publikum den spannenden Abenteuern von Olaf, seinem Elefanten und dem gefährlichen Eisbären in der Arktis lauschen konnte was sich durchaus lohnte.

Eine zehnköpfige Gruppe aus Polen, die polnische Volkslieder zum Besten gab und somit dem Abend einen internationalen Charakter verlieh, startete leider außerhalb des Wettbewerbs. Die jungen Leute pflegten vor einiger Zeit in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring einen jüdischen Friedhof in Polen und halten sich derzeit für zwei Wochen in Kirchheim auf.

Für die "Kirchheimer Breaker" musste dann im Saal erst einmal Platz geschaffen werden, denn die drei Breakdancer wirbelten in atemberaubender Geschwindigkeit auf dem Boden, entweder auf dem Kopf oder auf einer Hand und es war unschwer festzustellen, dass perfekte Körperbeherrschung das absolute A und O dieses Sports ist. Noch ganz außer Atem verrieten sie Moderator Bodo Schöllkopf, der schon beim Zuschauen ins Schwitzen kam, dass sie drei bis vier Mal pro Woche für jeweils drei Stunden in der Linde üben was man ihrer Show durchaus auch ansah.

Vor der Abstimmung wurde das Publikum gebeten, sich nach unten in den Garten zu begeben, wo die vierköpfige Gruppe "Brandmal" zu mittelalterlicher Musik Feuerräder und Feuerwolken in den nächtlichen Himmel zauberte. Da wurde Feuer gespuckt und geschluckt und das Publikum war sichtlich fasziniert. Die Gefährlichkeit der Darbietung war spätestens dann klar, als einer der Künstler eine Verbrennung am Rücken zeigte.

Das mit großer Spannung erwartete Abstimmungsergebnis ließ etwas länger auf sich warten und Pepe- Sänger Salvatore nutzte diese Chance, sich mit einem Song von Adriano Celentano zu präsentieren. Schließlich konnte Bodo Schöllkopf die Gewinner des Abend verkünden: die "Kirchheimer Breaker", "Brandmal" und "Zwei-Fünftel" werden beim großen Finale am Freitag, 21. Oktober, auf die anderen Sieger treffen, die dann um den "Linde-Kultur-Cup" kämpfen werden, oder, wie Moderator Schöllkopf unkte, "vielleicht sogar um eine Reise nach Mallorca oder auch bloß in die Wilhelma oder zur Siegelshütte".