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Körperliche Schwächen machten ihn stark

Anfänge als Hänfling Als Junge war Werner Bodamer schmächtig und klein – im Grunde untauglich für den Ringersport. Doch ein Jahr, nachdem ihn seine Freunde Ernst Löffel und Werner Remppis zum ersten Mal ins VfL-Training mitgenommen hatten, kam Bodamer bei seinem Debüt in der VfL-Mannschaft auf den Geschmack. „Meinen ersten Rundenkampf habe ich 1949 zwar verloren, aber alle gratulierten mir hinterher zur guten Leistung. Das hat mich motiviert, weiterzumachen.“ Motivationspille Körperlich sah sich Werner Bodamer gegenüber seinen meist kräftigeren Schulkameraden stets benachteiligt – daraus schöpfte er nach eigener Aussage jene hochgradige Motivation, die ihn in seiner späteren Ringer-Laufbahn auszeichnete. „Ich wollte mich durchsetzen. Dieser Ehrgeiz war immer da“, bekennt er heute. Trainer Zum Ende seiner Sportler-Karriere wurde Bodamer Trainer bei seinem Heimatverein VfL Kirchheim. Wo auch sonst. „Ein Vereinswechsel kam für mich niemals infrage“, sagt er. Die VfL-Treue hielt exorbitant lang an – bis heute. Für seine jahrzehntelange Mitgliedschaft wurde er schon mehrfach ausgezeichnet. Bekanntheitsgrad Nicht nur als Kirchheims bester Ringer aller Zeiten, sondern auch als Schwimmmeister im Kirchheimer Frei- und Hallenbad wurde Bodamer in der Region bekannt. Über 30 Jahre lang war er Angestellter der Stadt, nachdem er eine klassische Schwimmmeister-Ausbildung absolviert hatte. 1996 ging er in Pension.

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