Infoartikel

VfLkomm

Aufbruchstimmung, Kehrtwende, Neubeginn – so abgenutzt diese Schlagworte in Zusammenhang mit der VfL-Fußballabteilung infolge unzähliger vergeblicher Versuche in der Vergangenheit mittlerweile erscheinen mögen, so groß ist die Hoffnung, dass es dieses Mal wirklich klappt. Aus gutem Grund: Das designierte Führungsquartett vereint nicht nur Fußballsachverstand und Ehrenamtserfahrung, sondern hat auch den für den Job unabdingbaren Stallgeruch. Oliver Klingler, Claus Maier, Armin Meißner und Karl Magg sind als VfL-Urgesteine in Verein, Stadt und Region bekannt, vernetzt und angesehen.
Mit diesem Pfund haben die vier bereits erfolgreich gewuchert und offenbar auf die Beine gestellt, was Kirchheims Kickern lange gefehlt hat: das Team hinter dem Team. Knapp 30 Personen haben dem Quartett nach eigenen Angaben bereits ihre Hilfe angeboten, seit es im Herbst unter Klinglers Federführung hinter den Kulissen die Strippen zieht.
Dass unter den Helfern nicht nur in Fußballerkreisen bekannte Namen wie Andy Kleinhansel oder Rüdiger Kauf sind, sondern auch hiesige Geschäftsleute wie Jörg Banzhaf und Hans-Peter Birkenmaier mit anpacken wollen, verdeutlicht den Dominoeffekt, den die vier Hoffnungsträger bereits vor ihrer Inthronisierung bewirkt haben. Mehr noch: Ihr nach außen getragener Zusammenhalt scheint Signalwirkung für all jene zu haben, die dem VfL in der Vergangenheit zwar nahestanden, sich aber mit den verantwortlichen Funktionären nicht identifizieren konnten oder wollten.
Allem Vorschusslorbeer zum Trotz ist die Hypothek für das Quartett vor der als sicher geltenden Wahl am Freitag horrend. Maier, Klingler, Meißner und Magg müssen für nichts weniger als ein blaues Wunder sorgen. Zu stark hängen Wohl und Wehe der gesamten Abteilung vom Schicksal der ersten Mannschaft ab, deren Abstieg in die Kreisliga A für einen Verein mit drei Jugendmannschaften auf Verbandsebene den sportlichen Supergau bedeuten würde. Vom Imageschaden für das jahrzehntelange Aushängeschild der Fußball-Region mal ganz abgesehen.
Gerade vor dem Hintergrund dieses Schreckensszenarios ist noch nichts gewonnen. Vier Kandidaten für die Abteilungsleitung gefunden zu haben, ist für die VfL-Fußballer nur ein Schritt, dem noch weitere folgen müssen. Immerhin: Der erste ist gemacht.

Anzeige