Lokale Kultur

Kunst an neuem Standort

KIRCHHEIM Steffen Neidhardts im Laufe des Bildhauersymposiums "Begegnung" im Jahr 2005 entstandene und von der Stadt Kirchheim

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FLORIAN STEGMAIER

erworbene Skulptur "occursus" hat auf der Grünfläche an der Ecke Schöllkopfstraße/Jahnstraße, direkt gegenüber des Bahnhofs ihren endgültigen Standort gefunden.

Künstlerisch hat sich Steffen Neidhardt mit dem Aufeinandertreffen zweier polarer Prinzipien beschäftigt: organische Form begegnet rechtwinklig Geometrischem. Dieses Gegensatzpaar, das sich in der Skulptur zu einer Einheit aufhebt, spiegelt sich auch in den Materialien wider. Ein im Querschnitt als spitz auslaufende Ellipse geformtes Holzstück als dynamischer Vertreter der organischen Welt trifft auf Stahl als Repräsentant des Statisch-Geometrischen.

Den lateinischen Begriff "occursus" zu deutsch Begegnung wählte Steffen Neidhardt nicht allein wegen seiner persönlichen Affinität gegenüber dieser kulturhistorisch überaus reichen Sprache. Er möchte mit diesem Terminus, der nicht als Fremdwort ins Deutsche eingegangen ist und sich somit einem direkten und möglicherweise nur oberflächlichen Verständnis entzieht, die zwischen Innenstadt und Bahnhof pendelnden Passanten zum Nachdenken, vielleicht auch zum Nachschlagen anregen.

Steffen Neidhardt wurde 1967 in Kirchheim geboren. Von 1995 bis 1998 studierte der gelernte Schreinermeister an der Akademie für Gestaltung in Ulm, wo er auch seit 2003 als Beratungsdozent tätig ist. Gemeinsam mit seinem Bildhauerkollegen Frank Teufel kann Steffen Neidhardt auf zwei Ausstellungen zu den Themen "Im Quadrat" und "Linien und Flächen" in Frank Teufels Tuttlinger Atelier zurückblicken.

Mit derselben Stadt verbindet ihn auch die Teilnahme an den Bildhauersymposien "Einheit" im Jahr 2002 und "Im Fluss" 2003.

Foto: Jean-Luc Jacques