Lokale Kultur

Kunst des Klavierquartetts

BAD BOLL Mit dem "Artis Piano Quartett" hat sich für Sonntag, 24. September, um 20 Uhr eines der besten Ensembles dieser Gattung für ein Konzert im königlichen Festsaal des Kurhauses Bad Boll angesagt.

Anzeige

Im Sommer 1996 fanden sich vier Absolventen des Moskauer Konservatoriums, der Staatlichen Hochschule für Musik in Tokyo, des Curtis Institute of Music in Philadelphia und der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln zu einem Kammermusikensemble zusammen, wie es internationaler kaum sein könnte.

Die japanische Pianistin Hiroko Atsumi, der Cellist Marin Smesnoi aus Moldawien, der amerikanische Bratschist Paul Pesthy sowie der Geiger Stefan Bornscheuer konnten bereits auf eine rege Kammermusiktätigkeit zurückblicken. Seitdem haben sich diese erfahrenen Künstler dem Repertoire für Klavierquartett von der Klassik bis zur Moderne verschrieben.

Neben den "Klassikern" setzt sich das Ensemble auch für die Pflege der Kompositionen von zu Unrecht weniger bekannten Meistern ein. Das Quartett bemüht sich durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen auch um die Förderung talentierter Komponisten der heutigen Zeit. So ist jedes Konzert des "Artis Piano Quartetts" gleichzeitig auch für Kenner stets voller Überraschungen.

Beim Konzertabend in Bad Boll ist neben dem noch zu entdeckenden "Adagio und Rondo F-Dur" für Klavierquartett von Franz Schubert auch das noch weitgehend unbekannte Quartett a-Moll opus 67 des Spaniers Joaquin Turina zu hören. Der um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wirkende Komponist hält in seinen Kompositionen die Mitte zwischen Programmmusik und Impressionismus. Verwoben sind dabei Eindrücke aus Spaniens Vergangenheit, Volksleben und Landschaft.

Die frohen Züge des jungen Brahms offenbart schließlich das Quartett A-Dur opus 26: weltoffen, frisch und jugendlich; dies ist eines der zentralen Werke für Klavierquartett. Der Eintritt ist frei, ein Kostenbeitrag wird jedoch erbeten.

pm