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Landrat gegen Kombilösung bei S21

Kreis Esslingen. Landrat Heinz Eininger hat sich gestern beim ÖPNV-Pressegespräch erneut für die Realisierung des Bahnprojekts Stuttgart 21 (S 21) und der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm in der ursprünglichen Form ausgesprochen. „Der Landkreis Esslingen profitiert neben der Landeshauptstadt am meisten von dem Projekt“, sagte er. Unter anderem erhalte der Kreis einen Fern- und Nahverkehrsbahnhof auf den Fildern sowie bei einer Verlängerung der S-Bahn bis Neuhausen einen Ringschluss ins Neckartal. Deshalb habe sich der Kreistag im November 2010 mit großer Mehrheit für S 21 und die Neubaustrecke ausgesprochen.

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Der sogenannten Kombilösung, die Heiner Geißler in der jüngsten Schlichtungsrunde ins Gespräch gebracht hatte, erteilte Heinz Eininger eine Absage. Sie komme einem Ende von S 21 gleich. „Genau dieses Konzept haben wir schon vor anderthalb Jahrzehnten geprüft und verworfen“, sagte er.

Das Kündigungsgesetz für S 21 hält Heinz Eininger für verfassungswidrig. „Die Schadensersatzkosten bei einem Ausstieg würden den Anteil des Landes übersteigen“, sagte er.adö