Kirchheim

Mosolf spielt den Weihnachtsmann

Spende Insgesamt 22 500 Euro gehen an zehn Kirchheimer Schulen oder an deren Fördervereine sowie an zwei gemeinnützige Organisationen: die Stiftung Tragwerk und den Verein „behindert-barrierefrei“. Von Andreas Volz

Die Empfänger der Geldspenden präsentieren ihre Schecks vor dem Mosolf-Firmensitz in Kirchheim. Foto: Markus Brändli
Die Empfänger der Geldspenden präsentieren ihre Schecks vor dem Mosolf-Firmensitz in Kirchheim. Foto: Markus Brändli

Weihnachtsgeld in Hö­he von 22 500 Euro hat die Firma Mosolf an Kirchheimer Schulen und Vereine ausgezahlt. Beim Plausch vor der Scheck­übergabe stellte der Vorstandsvorsitzende Dr. Jörg Mosolf die Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Schulen in den Vordergrund: Im Sommer gebe es den Mosolf-Schulen-Cup, „um zu zeigen, dass Schule, Spaß und Sport zusammengehören“. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulen ­stärkt aber auch der Termin kurz vor Weihnachten, mit Aussagen von Jörg Mosolf wie: „Wir brauchen Leute aus allen Schularten. Die richtige Mischung macht‘s.“

Ordentlicher Umgang mit Geld

In Kirchheims Schullandschaft sieht er diese Mischung gegeben: „Das Schöne ist ja, dass es hier nicht anonym zugeht. Gerade deshalb weiß man auch, dass mit dem Geld ordentlich umgegangen wird.“ Schulen und Vereine übernehmen durch die Annahme des Geldes keine spezielle Verpflichtung: „Unser einziger Anspruch an Sie ist der, dass Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sind.“

Aktuelle Themen, die sein Logis­tik-Unternehmen ebenso wie die Schulen betreffen, sprach Jörg Mosolf ebenfalls an. Außer um die Digitalisierung ging es ihm um alternative Antriebe: „Man muss immer berücksichtigen, dass die CO2- Bilanz eine Gesamtbilanz ist.“ Es helfe also nicht sehr viel, wenn man beim Elektroauto immer nur darauf verweise, dass es beim Fah­ren keine Emissionen gibt.

Damit kommt Jörg Mosolf auf „Fridays for future“ zu sprechen: „Wenn die jungen Leute jede Woche zwei Stunden mehr für Physik und Chemie aufwenden und dann gleich noch einen Monat lang ihr Handy weglegen würden, wäre das auch gut fürs Klima.“

Ohnehin müssten alle, die über den Klimawandel klagen, ihr eigenes Verhalten hinterfragen: „Wer alles im Internet bestellt und jeden zweiten Artikel wieder zurückschickt - über unterschiedlichste Lieferanten -, sollte sich nicht über die Zunahme des Verkehrs wundern.“ Der Verkehr lasse sich nicht durch Parolen reduzieren. Jörg Mosolf setzt lieber auf „Realität statt Illusion“. Carsharing beispielsweise bringe nicht weniger, sondern mehr Fahrzeuge auf die Straßen: „Es ist nicht der Ersatz fürs Privatauto, sondern der günstige Ersatz fürs Taxi.“

Voll seien die Autobahnen, „weil wir ein Transitland sind - und weil es mehr Freizeit gibt als früher, und damit auch viel mehr Freizeitverkehr“. Für die Logistik wiederum sei die Bahn eher selten eine Alternative: „Da hat der Personenverkehr immer Vorrang vor dem Güterverkehr, weil die Parlamentarier von Personen gewählt werden und nicht von Gütern.“

Was die Wirtschaft derzeit herausfordere, seien Lähmungen - durch den Brexit, durch den Handelsstreit zwischen den USA und China oder ganz allgemein durch Protektionismus, der sich in Form steigender Zölle negativ auf den Export auswirke. Deswegen hofft Jörg Mosolf, dass demnächst wenigstens brexit-bedingte Unsicherheiten beseitigt werden.

Keine Unsicherheiten gab es am Ende bei den Schulen und Vereinen: Je 2 000 Euro erhielten die Stiftung Tragwerk und der Verein „behindert-barrierefrei“ sowie folgende Kirchheimer Schulen respektive deren Fördervereine: Janusz-Korczak-Schule, Konrad-Widerholt-Schule, Lindachschule Jesingen, Alleen­schule, Raunerschule, Freihof-Realschule, Teck-Realschule, Ludwig-Uhland-Gymnasium und Schlossgymnasium. 500 Euro gingen außerdem an die Teck-Grundschule.

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