Lokale Wirtschaft

Mutlosigkeit überwinden

Die aktuelle politische Lage und deren Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft im Raum Kirchheim standen auf der Tagesordnung der jüngsten Vorstandssitzung der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung (MIT).

KIRCHHEIM Der Vorsitzende des Gebietsverbandes, Franz Pfeffer, beklagte die allgemeine Mutlosigkeit in der Bevölkerung und auch in der Wirtschaft. Pfeffer sieht als eine Folge der anhaltenden Krise den Wandel von der Spaß- zur Sinngesellschaft: Die Menschen würden höhere Maßstäbe an die Gestaltung ihres Lebens anlegen und stärker nach dem Sinn von Aktivitäten fragen. Auch Investitionsentscheidungen der Unternehmen würden stärker hinterfragt und fielen nicht mehr automatisch auf deren Heimatland.

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Der Architekt Guido Layer ergänzte, dass selbst angestammte mittelständische Betriebe mittlerweile bei Investitionsentscheidungen fast nur noch ans Ausland und nicht mehr an Deutschland dächten. Dies werde auch im Raum Kirchheim deutlich, so Franz Pfeffer: Immer mehr gewerbliche Arbeitsplätze gingen verloren, ohne dass in ausreichendem Maße Ersatz im Dienstleistungssektor geschaffen werde.

Die Mittelständler verglichen Deutschland mit einem Sportler, der zwar über gute Anlagen verfüge, dem jedoch derzeit die Puste ausgegangen sei. Deshalb sahen die Teilnehmer die Notwendigkeit, dass von staatlicher Seite Reformen erfolgen müssten, um die Wirtschaft wieder fit machen zu können. Gleichzeitig müsse die anhaltende Negativstimmung endlich überwunden werden. Bezogen auf Kirchheim fordern sie die weitere Verbesserung der an sich überwiegend guten Standortbedingungen und eine aktivere Vermarktung des Wirtschaftsstandorts, um vor allem mittelständische Betriebe anzuziehen. Dietmar Hoyler unterstrich die Bedeutung des Mittelstan-des für die Ausbildung junger Menschen.

tr