Lokale Wirtschaft

Nahezu emissionsfrei

Die Nürtinger Stadtwerke konnten in dieser Woche erstmals ein modernes Brennstoffzellenheizgerät in Betrieb nehmen. Die Anlage wird gemeinsam von den Stadtwerken Nürtingen und der Energie Baden-Württemberg betrieben.

JENNIFER WOITZIK

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NÜRTINGEN "Es ist erfreulich, dass es gemeinsam gelungen ist, die Entwicklung rationeller Energiequellen mit einer in die Zukunft gerichteten dezentralen Hausenergieversorgung zu kombinieren", so Volkmar Klaußer, Geschäftsführer der Stadtwerke Nürtingen. Die Siedlungsbau Neckar-Fils stellt für das Projekt ihr Gebäude zur Verfügung. "Die EnBW bleibt aber Eigentümerin der Anlage, betreibt und wartet diese, sodass die Siedlungsbau Neckar-Fils beziehungsweise die Wohnungseigentümer nur für die genutzte Energie aufkommen müssen", so Klaußer weiter.

Zukunftsweisende Entwicklungen mit anzustoßen ist auch das Motiv der Siedlungsbau Neckar-Fils. "Dank hoher Wirkungsgrade und niedriger Schadstoffemissionen sind Brennstoffzellenheizgeräte hervorragend für die Hausenergieversorgung geeignet. Mit der nun installierten Anlage haben wir gemeinsam mit den Stadtwerken Nürtingen und der EnBW einen sinnvollen Weg für eine umweltschonende und emissionsarme Energieversorgung gefunden", so Fritz Krämer von der Siedlungsbau.

Landesweit gibt es neben der Nürtinger Anlage nur 14 weitere Brennstoffzellenheizgeräte. Bis Ende 2006 plant die EnBW, rund 55 Brennstoffzellenheizgeräte in einer Vorserienphase an ausgewählten Standorten zu installieren und im Echtbetrieb zu testen.

Je nach Verwendung gibt es unterschiedliche Typen und Bauarten der Brennstoffzelle. Allen gemeinsam ist jedoch das zu Grunde liegende Prinzip: Brennstoffzellen wandeln direkt und beinahe emissionsfrei die chemische Energie des Brennstoffs in diesem Fall Erdgas in elektrische Energie um. Dabei entsteht aus wasserstoffreichem Brennstoff und Sauerstoff aus der Luft elektrischer Strom. "Die entstehende Wärme wird zu Heizzwecken genutzt, der erzeugte Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist", so Krämer.