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Noch keine müden Knochen

Knights-Forward Jannik Lodders

Jannik, zweimal einen fast schon sicheren Sieg aus der Hand gegeben. Ist das fehlende Abgeklärtheit oder einfach nur Pech?

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Lodders: Woran es liegt, dass wir einen Vorsprung nicht über die Zeit bringen, kann ich auch nicht genau sagen. Wir müssen offensiv wie defensiv in brenzligen Situationen schlauere Entscheidungen treffen.

Einfach gesagt.

Lodders: Wir wollen schnell spielen, wissen dann offenbar manchmal nicht, wann man das Tempo herausnehmen muss. Wir haben am Sonntag in der Schlussphase keine guten Würfe mehr bekommen. Hamburg hat das schlau gemacht. In einer solchen Situation reicht es eben nicht, einfach nur die Uhr runter zu spielen.

Sie sind 22 Jahre jung, ihre erste Saison in der Pro A und gleich ein Job mit Verantwortung. Wie groß ist der Druck?

Lodders: Ich musste mich am Anfang schon an das höhere Niveau hier gewöhnen. Pro B zu spielen ist etwas anderes. Ich freue mich aber, dass ich diese Chance bekomme und glaube auch, dass ich dem gewachsen bin.

Nicht nur die Liga ist neu. Michael Mai lässt sie auch häufig auf ungewohnter Position spielen.

Lodders: Auf der Vier zu spielen war am Anfang tatsächlich etwas ungewohnt, weil ich damit nicht viel Erfahrung habe. Die Aufgabe reizt mich, weil man durch mehr Reboundarbeit wieder einen ganz anderen Einfluss aufs Spiel nehmen kann.

Sie sind in der Schlussphase auf dem Feld einer der Fittesten, selbst nach so kräftezehrenden Spielen wie am Freitag in Chemnitz. Täuscht dieser Eindruck?

Lodders: Mit den Fans hier im Rücken hat man immer den Antrieb, bis zum Ende alles zu geben. Ich bin auch noch jung. Da sind die Knochen nach einem anstrengenden Spiel noch nicht so müde.