Kirchheim

Nur Umwege führen zum Kreisverkehr

Straßensperrung Das Wohnbauprojekt „Lauterterrassen“ sorgt dafür, dass ein wichtiges Teilstück der Kirchheimer Alleenstraße bis Jahresende nur noch in einer Richtung befahren werden kann. Von Andreas Volz

Bis Jahresende ist die Alleenstraße nur noch in der Richtung befahrbar, in der die beiden Autos auf diesem Bild unterwegs sind.
Bis Jahresende ist die Alleenstraße nur noch in der Richtung befahrbar, in der die beiden Autos auf diesem Bild unterwegs sind. Die Strecke vom Schloss zum Kreisverkehr bleibt von Montag an gesperrt.Foto: Markus Brändli

Es ist ein enormes Bauvorhaben: Am Rand der Kirchheimer Herrschaftsgärten - zwischen Lauter und Alleenstraße - entsteht ein Wohnpark mit fünf massiven Gebäuden. Vier davon sind völlig gleichförmig, mit jeweils vier Stockwerken. Direkt am „Krone-Kreisel“ wird es sogar noch massiver. Dort ist ein sechsstöckiges Gebäude geplant. Weil die Rückseite der Wohnhäuser mit großen Balkonen ausgestattet werden soll, mit Blick auf die Lauter und den Bürgerpark, trägt das Projekt den Namen „Lauterterrassen“.

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Bis jetzt sind davon nur die Tiefbauarbeiten zu sehen. Sobald aber die ersten Stockwerke im Rohbau stehen, ist am Nordwestrand des Areals der Teckblick von der Lauterbrücke aus endgültig verschwunden. Eine vergleichbare Aussicht wie auf dem aktuellen Foto rechts gibt es dann erst wieder zwei Brücken lauteraufwärts - an der Ecke Hahnweidstraße / Ziegelstraße. Wer sich sonst noch am Teckblick erfreuen kann, sind künftig nur einige Bewohner des „Eckturms“ am Kreisverkehr.

Der Kreisverkehr als solcher ist ein gutes Stichwort, denn nicht nur die Ästheten unter den Spaziergängern und Parkbesuchern werden unter dem Bauprojekt zu leiden haben, sondern auch die Verkehrsteilnehmer: Am Montag, 28. Mai, beginnt die Sperrung der Alleenstraße. Nach dem Zebrastreifen, der vom Bürgerpark in Richtung Schloss führt, lässt sich der Alleenring dann nicht mehr in Richtung Kreisverkehr befahren.

Die Baustelleneinrichtung macht diese halbseitige Straßensperrung nötig - und zwar alles andere als kurzzeitig: Wer regelmäßig auf dieser Teilstrecke unterwegs ist, sollte sich längerfristig mit der offiziellen Umleitungsstrecke vertraut machen. Die führt über die Schülestraße in Richtung Nanz-Center, und von dort nach links in die Kolbstraße. Wer dann also in Richtung Milcherberg unterwegs ist, muss eine Straßenecke später wieder links abbiegen. Über die Henriettenstraße geht es dann in die Jahnstraße und an der Alleenschule vorbei in Richtung Hahnweidstraße.

Der hier beschriebene Umweg lässt sich erst wieder 2019 vermeiden. In einer Pressemitteilung der Stadt Kirchheim heißt es nämlich, dass die Sperrung der entscheidenden paar Meter Alleenstraße „bis voraussichtlich 31. Dezember 2018“ anhalten wird. Also ist die Beeinträchtigung für den Straßenverkehr - und für die Anwohner der Umleitungsstrecke - auch zeitlich nicht gerade eine Bagatelle.

Betroffen sind nicht nur Autofahrer, sondern auch Busfahrgäste: Die Linien 144, 163 und 178 müssen sieben Monate lang ebenfalls die Umleitung nehmen, wobei die Stadtverwaltung feststellt: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Änderung auf die Anschlüsse der S-Bahn auswirkt.“ Einziger Trost für leidgeplagte Autofahrer und Fahrgäste: Die Gegenrichtung bleibt die ganze Zeit über befahrbar. Die Strecke von der alten „Krone“ zum Schloss wird nur an einem einzigen Samstag gesperrt - am 2. Juni.

Wer übrigens die Parkplätze zwischen Krone und Schloss nutzen möchte, kann sich entspannt zurücklehnen: Die Zufahrt von der Alleenstraße nach links ist nicht gesperrt. Das einzige Problem besteht also darin, auch wirklich einen freien Parkplatz zu finden.