Lokale Wirtschaft

Schon wieder auf dem Absprung

Arbogast kandidiert für Bürgermeisterposten

Sie ist gerade mal ein Jahr in Nürtingen in Amt und Würden und schon wieder auf dem Absprung: Dr. Christine Arbogast, Leiterin des neu gebildeten Nürtinger Amtes für Bildung, Soziales und Familie, gilt als aussichtsreiche Kandidatin für den Beigeordnetenposten in der Tübinger Stadtverwaltung, wie das Schwäbische Tagblatt in Tübingen berichtet.

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Nürtingen. Ob die 48-jährige Politologin und promovierte Historikerin Nachfolgerin des in den Ruhestand wechselnden Bürgermeisters Michael Lucke wird, entscheidet der Tübinger Gemeinderat in seiner Wahl am 7. April. Christine Arbogasts Chancen scheinen mehr als nur gut. Im Gemeinderat ist die CDU stärkste Fraktion, AL/Grüne und SPD stellen jedoch eine stabile Mehrheit. Christine Arbogast bestätigte auf Nachfrage, am Mittwoch vergangener Woche ihre Bewerbung offiziell eingereicht zu haben.

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Angefragt worden sei sie von der SPD, deren Parteibuch sie seit zehn Jahren besitzt. Der Kontakt sei über ihren früheren Arbeitgeber, die Friedrich-Ebert-Stiftung, zustande gekommen. Vor ihrer Bewerbung habe sie sich der SPD-Fraktion vorgestellt, auch Gespräche mit dem Vorstand der AL/Grüne habe es gegeben, der sein Wohlwollen signalisiert habe.

Bei den politischen Konstellationen in Tübingen scheint es unwahrscheinlich, dass für Arbogast keine Mehrheit zustande kommt, zumal die AL/Grüne wiederum im Oktober bei der angestrebten Wiederwahl von Oberbürgermeister Boris Palmer auf Unterstützung angewiesen ist.

Für Arbogast indes ist die Wahl noch keine ausgemachte Sache. Es könne ja noch andere Bewerber geben. Sie betont, ihre Kandidatur sei „keine Entscheidung gegen Nürtingen, sondern für ein attraktives Amt“. Das Aufgabengebiet umfasst neben den Bereichen Bildung, Soziales und Familie auch Kunst und Kultur, Sport, Bürgerdienste und Sicherheit.

Arbogast bekennt aber auch: „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, habe ich mich doch eben erst in Nürtingen eingearbeitet. Auch hatte ich Angst, dass mir die Kandidatur vom einen oder anderen übel genommen wird.“ Sie habe aber auch aus Nürtingen Zuspruch erfahren, werde es doch als Herausforderung und Chance gesehen.