Lokale Kultur

Selten aufgeführtes Werk

WEILHEIM Am Sonntag, 19. November, führt der Chor der Weilheimer Franziskuskirche gemeinsam mit Solisten und einem Orchester das Requiem des französischen Komponisten Francois-Joseph Gossec (1734 1829) auf. Beginn des Konzerts in der katholischen Kirche Sankt Franziskus in Weilheim ist um 17 Uhr. Die Leitung hat Bernd Walter. Die Solisten sind Christine Euchenhofer, Cecilia Tempesta, Alexander Illi und Peter Schinko.

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Gossecs "Grande Messe des Morts" wurde 1760 erstmals aufgeführt und machte den Komponisten damals über Nacht berühmt. Für besondere Furore sorgten Francois-Joseph Gossec und sein Requiem dann nach dem Bastille-Sturm vom 14. Juli 1789: Bereits im August erklang die "Große Totenmesse" gleich mehrfach in Paris, um an die ersten Toten der Französischen Revolution zu erinnern. Gossec selbst avancierte zum führenden Komponisten der Republik. Seine Schöpfungen waren als "Revolutionsmusik" anerkannt selbst das nahezu 30 Jahre alte Requiem.

Sowohl Francois-Joseph Gossec als auch sein Requiem sollen großen Einfluss auf Mozart ausgeübt haben. Seit nahezu 200 Jahren ist die "Grande Messe des Morts" allerdings ziemlich in Vergessenheit geraten und wird kaum mehr aufgeführt. Dirigent Bernd Walter ist bereits vor einiger Zeit auf das Werk aufmerksam gemacht worden. Er musste jedoch lange nach den Noten suchen, bevor er schließlich in einem kleinen Wiener Verlag fündig wurde.

Dass Gossecs Requiem zu Unrecht aus dem gängigen Repertoire verschwunden ist, soll das Weilheimer Konzert am Volkstrauertag beweisen. Der Eintritt ist frei. Um Spenden zur Deckung der Kosten wird gebeten.

pm