Lokale Kultur

"Singet all zur Weihnacht"

LENNINGEN Die große und schöne katholische Kirche in Oberlenningen war voll besetzt, denn viele Menschen ließen sich zum Adventskonzert einladen, das im Rahmen der Begegnung der Schulmusik stattfand. Das Programm zeigte eine bunte Palette mit weihnachtlichen Klängen und Melodien nahezu aus der ganzen Welt. Überwältigend war schon der Anblick der vielen Mitwirkenden, die einen stattlichen Chor und ein großes Orchester auf die Bühne brachten.

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Die Sängerinnen und Sänger kamen aus dem Grundschulchor, den Antje Ederle dirigierte, und dem Hauptschulchor unter der Leitung von Josef Führinger, der sich die Gesamtleitung mit Günter Romberg teilte. Unterstützt und ergänzt wurden sie vom Jungen Chor der evangelischen Kirche Oberlenningen, außerdem von einigen Sängern vom Pädagogischen Fachseminar Kirchheim und singbegeisterten Gästen. Das Orchester der Musikschule Lenningen wurde erweitert von einer Flötengruppe und einigen Gastmusikern. Das Flötenensemble unter der Leitung von Gerlinde Korell war sozusagen vollständig vertreten, denn es waren von der kleinen Piccoloflöte bis hin zum imposanten Sub-Bass alle Mitglieder der großen Flötenfamilie anwesend.

Erich Merkle, der Rektor der Schule, betonte den traditionellen und sehr familiären Rahmen dieses Konzertes. Die Stücke waren gut ausgewählt und wurden harmonisch von den Instrumentalisten begleitet. Der Grundschulchor sang zu Beginn die Weihnachtsgeschichte in einer Bearbeitung von Manfred Siebald. Die Begeisterung und die Vorfreude der jungen Sänger war ansteckend und wurde gut durch die zurückhaltende Gitarrenbegleitung unterstützt. Die langen und allesamt auswendig gelernten Textpassagen waren gut verständlich.

Im nächsten Stück kam eine weitere Gruppe junger Musiker zur Geltung, nämlich die Djembespieler unter Josef Führingers Leitung. Diese Gruppe besteht erst seit November, doch der starke und konsequente Rhythmus der Spieler setzte ein kräftiges Fundament unter das ergreifende Lied von der Nacht in Bethlehem. Der Rhythmus ging dem Publikum förmlich in den Bauch und mancher staunte über die Instrumente, die aus derselben Familie wie Kongas, Bongos oder Trommeln kommen.

Beim Stück "Jesus ist geboren", das seine Wurzeln in Polen hat, muss die klare Streicherbegleitung erwähnt werden, die dem Lied einen besonderen Glanz verliehen hat. Nach einer fröhlichen und ländlerähnlichen Melodie aus Tschechien war ein Ausflug nach Amerika angesagt. Das Lieblingslied der Sänger "I will follow him" aus "Sister Act" ist ein echter Hit. Hier war besonders die Solostimme von Astrid Jäger aus Klasse 9 zu hören, die ihren Part mutig und sehr gut sang.

Ein weiterer Höhepunkt war das Stück "We are the World". Bearbeitet und aufgeführt wurde dieser Michael-Jackson-Song vom Projektchor des Pädagogischen Fachseminars in Kirchheim. Dabei wurden die Seminaristinnen, die einen Teil ihrer Ausbildung an der GHS in Oberlenningen absolvieren, von Kommilitonen unterstützt und überzeugten durch ihre große Musikalität und ihren guten Zusammenklang. Deshalb war es auch keine Überraschung, dass sie mit tosendem Applaus bedacht wurden und einen Teil wiederholen mussten.

Die Worte des evangelischen Pfarrers Graf vervollständigten die vorangegangene Musik und ließen in den Herzen der Zuhörer ein gutes Gefühl für Advent und Weihnachten entstehen. Abgerundet wurde das Konzert von Kindern und Kerzen, die mit dem Lied "Tragt in die Welt nun ein Licht" einen harmonischen Schlusspunkt setzten. Alles zusammen war es ein buntes Programm, aufgeführt von einer großen "Schulfamilie", die einen schönen Abend gestaltet hat.

cr