Lokale Wirtschaft

"Solche Macher braucht die Wirtschaft"

STUTTGART "Das ist Ihr Beitrag zum Ausbildungspakt", erklärte Schüle vor fast 3000 Gästen auf dem Messegelände. Das Handwerk stehe dazu, die Ausbildungsbemühungen noch zu verstärken. "Und das nicht nur auf Grund unserer gesellschaftlichen Verantwortung, sondern auch um unserer eigenen Zukunft Willen". Gleichzeitig forderte der Kammerpräsident, dass auf höchster politischer Ebene zügig Maßnahmen ergriffen werden, um die schulische Qualifikation, mit der junge Menschen ins Handwerk kommen, deutlich verbessert werden. "Vor allem in den Kernfächern ist das von allergrößter Bedeutung."

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Als Führungskräfte, Existenzgründer oder Betriebsübernehmer würden die Jungmeister ihren Weg machen, gab sich Präsident Uwe Schüle überzeugt. Eine optimale Qualifizierung für die berufliche Zukunft liege mit dem großen Befähigungsnachweis jetzt vor. Schüle: "Der Meister hat mit der neuen Handwerksordnung nicht an seinem Wert verloren. Er steht für Können, Qualität, Verlässlichkeit und Innovation."


Dies bestätigte Professor Hans-Jörg Bullinger, Chef der Fraunhofer Institute in Deutschland. Er attestierte in seinem Festvortrag dem Handwerk ein hohes Innovationspotenzial. Zudem ermunterte er die Füh-rungskräfte, das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen. "Sie haben gelernt, selbstständig zu arbeiten. Solche Macher braucht unsere Wirtschaft als qualifizierte Unternehmer." Innovation sei allerdings auch für die Gesellschaft und die Politik unabdingbar.


In Vollzeit- und in Teilzeitmaßnahmen bestanden im Prüfungsjahrgang 2003/2004 insgesamt 822 junge Handwerker aus 37 Gewerken die Meisterprüfung. Sie erhielten im feierlichen Rahmen die Urkunden überreicht.


Aus dem Verbreitungsgebiet des Teckboten legten die folgenden jungen Damen und Herren die Meisterprüfung ab: Marc Streicher aus Notzingen (Elektrotechniker); Heiko Grau aus Kirchheim, Roland Lörintz aus Neidlingen, Joachim Parylak aus Weilheim und Andre Stöppler aus Kirchheim (alle Feinwerkmechaniker); Katja Frik aus Kirchheim und Michael Schlosser aus Schlierbach (Fleischer); Lysann Hillgruber aus Kirchheim (Friseuse); Oliver Ernst aus Neidlingen, Uwe Haug aus Dettingen und Andreas Justus (Kraftfahrzeugtechniker), Serkan Karahan, Markus Neuffer und Rudi Grininger aus Kirchheim und Mehmet Sezer aus Neidlingen (Maler und Lackierer); Timo Bauer aus Weilheim (Maurer und Betonbauer); Henryk Tan-zyna aus Kirchheim (Metallbauer); Jochen Buck aus Dettingen (Tischler); Thomas Liebrich aus Dettingen (Landmaschinenmechaniker); Rainer Früchtnicht aus Kirchheim (Raumausstatter); Björn Straub aus Kirchheim (Sattler und Feintäschner) und Thorsten Prokein aus Schlierbach (Installateur und Heizungsbauer)

pm