Lokale Kultur

Sorgfältig einstudierte Musik

KIRCHHEIM Der Kirchheimer Liederkranz 1826 hatte zu seiner traditionellen Schloss-Serenade geladen, und der Wettergott war ihm

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RENATE SCHATTEL

hold, sodass im bezaubernden Schlosshof in Kirchheim die fein ausgewählte und sorgfältig einstudierte Musik in besonderer Atmosphäre erklingen konnte. Traditionell waren auch dieses Jahr wieder musizierende Gäste geladen, die das Programm des Liederkranzes bereichern sollten.

So erfreuten der Schulchor der Kirchheimer Grund- und Hauptschule Alleenschule unter Leitung von Martina Michaela Sturm die zahlreich erschienenen Zuhörer mit erfrischenden und nachdenkenswerten Liedern und die exquisiten Turmbläser der Stadtkapelle mit konzertanten Quartetten.

Zu Beginn aber hatte der Kirchheimer Liederkranz unter Leitung von Professor Rolf Hempel sein Publikum mit zwei Lobliedern auf die Sonne begrüßt, die den Chor dann auch den ganzen Abend nicht im Stich ließ. Bewegt und flott erklangen "Von den Bergen zu den Hügeln" von Carl-Friedrich Zelter und ein spannendes Kuckuckslied aus England.

Im Rahmen der Ganztagsschulkonzeptionen ist es wünschenswert, dass Schulen und Vereine zu gegenseitigem Nutzen miteinander kooperieren. Der Liederkranz Kirchheim hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Alleenschule aktiv zu werden.

Für die Sommerserenade erschien nun ein kleiner, aber feiner Kinderchor, der exakt und stimmlich bestens präpariert von Martina Michaela Sturm überzeugte. Beim "Pfeifer Tim aus Irland" begleitete Stefan Kost auf der Querflöte. Nach "Die Affen rasen durch den Wald" sang das Ensemble noch drei geistliche Lieder, zum Teil am Keyboard unterstützt von Christian Sturm. Der hoffnungsvollen Zusammenarbeit steht für Liederkranz und Alleenschule nach dieser schönen Darbietung wohl nichts mehr im Wege.

Der Gemischte Chor des Liederkranzes ließ dann moderne Folk- und Volkslieder erklingen, wie "Heimweh nach Virginia" und "Von Luzern auf Wäggis zu". Besonderes Vergnügen bereitete "How high the Moon".

Mit dem Turmbläserquartett der Kirchheimer Stadtkapelle hatte sich der Veranstalter ein besonderes Highlight eingeladen. Mit weichem, sensiblem Klang, rein aufeinander abgestimmt, bliesen Heribert Diemer und Volker Lutz an der Trompete sowie Bernhard und Michael Znaimer an der Posaune traditionelle "Abblas-Stücke" wie "Intrade" von Valentin Haussmann oder "Heil dem Land" von Händel und schwenkten in der Zugabe noch zu einem modernen Satz mit "When Israel was in Egypt's Land" über.

Der Liederkranz beendete seine genussvolle Sommerserenade mit "Freude, o welch Vergnügen", das gleichzeitig ein Geburtstagsständchen war. "O du stille Zeit" von Cäsar Bresgen sangen Besucher und Mitwirkende am Schluss gemeinsam.