Lokale Kultur

Traditioneller Sturm auf die Bastion

KIRCHHEIM Am vergangenen Samstag war es wieder so weit: Die Bastion befand sich einen ganzen Abend lang in den Händen jugendlicher Nachwuchstalente aus der Umgebung. Zu den "Besetzern" gehörten auch dieses Jahr wieder Bands

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F. KENNER / Ö. SAVAS

aus verschiedenen Musikrichtungen. Alles war vertreten. Hip Hop, Britpop, Melodic Punk und Rock. Den Startschuss gaben die vier Hip Hopper aus Kirchheim genannt "Tunetrilla". Sie waren es, die versuchen mussten, die aus der Kälte kommende Zuschauermenge vorzuwärmen.

Mit Liedern wie "Bierzelt", "Einheit" oder "Zauberflöte" waren die Leute nicht nur warm, nein, die Eiszapfen verwandelten sich rasch in heiße Tanzsohlen. Mit sehr gelungenen Lyrics wie zum Beispiel bei "Wortgemalt", "Midas" oder "Kaffeepause" gelang es ihnen, poetischen Einfluss auf den Abend wirken zu lassen. Nicht genug, überraschten sie zudem mit einer Beatbox-Einlage von Tilly gegen Schluss noch mal ordentlich die gekommenen Menschen.

Nachdem also der Saal ordentlich aufgeheizt war, kam die Gruppe "Internal Soulfederation" auf die Bühne und präsentierte Alternative Rock vom Allerfeinsten. Immer wieder ertappt man sich dabei, wie der Fuß ganz automatisch im Tempo der Beats mitwippt. Diese Musik sprühte nur so vor Emotion. Mal sanft klagend und zerbrechlich und dann wieder überzeugend proklamierend haucht, singt und schmettert Frontman Florian Ostertag seine Texte mit gesanglichem Talent ins Mikrofon. Diese Band scheint etwas zu sagen zu haben und wer genauer hinhört, kann erkennen, dass es in ihren Texten oft um Inhalte ihres tiefen Glaubens an Gott geht. Auf jeden Fall rockte es und machte einen Riesenspaß, zuzuhören.

Danach ging es mit den Punk-Musikanten von "Smashed Potatoes" richtig ab. Direkt aus dem Land des melodischen Punk Rocks kamen die vier Jungs. Schnelle Riffs, gute Beats und der zweistimmige Gesang von Daniel und Danny verschmolzen zu glänzend melodischem Punkrock.

Zu guter Letzt standen noch die Gäste aus Sulz am Neckar als "Headliner" auf der Bühne. Mit einer sehr gründlichen Auswahl an Cover Songs brillierten die fünf Musiker vor dem bis nach Mitternacht treu gebliebenem Publikum. Gelungene Covers von Rock-Ikonen wie "The Doors", "Deep Purple"" oder auch "Rage against the Machine" haben die Perfektionskünste der Headliner bestätigt und nach insgesamt drei Zugaben war dann erst in den frühen Morgenstunden ein gelungenes Ende der Veranstaltung gefunden.